Innenministerium verbietet das „Freie Netz Süd“ – Längst überfällig

Um 6 Uhr morgens wurde das Verbot wirksam. Zu dieser Zeit rückte Polizei in Regnitzlosau in Oberfranken an, um ein vom FNS regelmäßig genutztes Grundstück zu durchsuchen und zu beschlagnahmen. «Es hatte sich zum zentralen Stützpunkt für dessen Aktivitäten entwickelt», sagte Herrmann.
Zudem wurden alle Gegenstände eines rechtsextremen Versandhandels («Final Resistance Versand») beschlagnahmt, der auf dem Grundstück seinen Sitz hatte. Dieser habe von dort aus die Aktivitäten des FNS unterstützt.

Nach jahrelangem politischem Druck und intensiven Ermittlungen der Behörden hat das bayerische Innenministerium das größte Neonazi-Netzwerk in Bayern, das «Freie Netz Süd» (FNS), verboten. Das FNS sei «nach innen von einer klaren Wesensverwandtschaft mit dem historischen Nationalsozialismus geprägt und verfolge seine Ziele in aggressiv-kämpferischer Weise», erklärte das Ministerium am Mittwoch.

Dass dieser Schritt erst massiv Spät erfolgte, weisst Herrmann wie üblich von sich.

Die beschlagnahmten Computer und Mobiltelefone haben tiefe Einblicke in die internen Strukturen des FNS ermöglicht. Zudem habe mit dem sichergestellten Beweismaterial eindeutig belegt werden können, dass das FNS eine Ersatzorganisation der verbotenen «Fränkischen Aktionsfront» ist.





Unter anderem wurden Pistolen, Knüppel, Messer, Hakenkreuzfahnen und weitere Gegenstände sichergestellt, die auf die Gesinnung der Gruppierung schließen lassen.

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