Archiv für Dezember 2013

Mit Power gegen die Mauer! Silvester zum Knast!


Innerhalb der radikalen Linken ist es seit Jahrzehnten Tradition am Abend zum Neujahr Solidaritätsbekundungen in Form von Feuerwerk und Grußbotschaften hinter die Mauern der örtlichen Knäste zu senden.

Eine Kritik an Knästen und jegliche Form von Strafe aus einer libertären Perspektive ist mehr als Notwendig.
Wir stellen fest, dass im Strafgesetzbuch nur ein prozentual geringer Teil der Gesetze im direkten Bezug zu gewaltförmigen Verhalten stehen, während das Gros aller Paragraphen einzig der Sicherung des Privateigentums dienen oder die Funktionalität des Staatszusammenhan­ges regulieren.
Strafe soll angeblich gewaltförmiges Verhalten von Menschen stoppen. Tatsächlich tut sie genau das Gegenteil. Wie jede andere autoritäre Struktur treten unter Kontrolle, Strafjustiz und Knast deutlich mehr Gewalttätigkeiten auf. Gerichtsverfahren und Urteile verhindern nicht Straftaten, sondern tragen zur Kriminalisierung bei.
In der Forderung „Abschaffung von Strafe und Repression“ wird unmittelbar die grundsätzliche Herrschaftsfrage gestellt. Denn ohne Polizei, Knast und Gerichte ist kein Staat zu machen.

Der Knast als Mittel der Repression, dient den Herrschenden dazu, Menschen die für eine revolutionäre Perspektive jenseits von Kapitalismus und Unterdrückung kämpfen, zu bestrafen für das was sie tun und was sie sind. Die AktivistInnen werden abrupt aus ihrem sozialen Umfeld gerissen und sollen mit allen Mitteln unter Druck gesetzt und isoliert werden. Durch einzelne Schläge soll so eine Schwächung einer gesamten politischen Bewegung erreicht werden. Sich zu organisieren und politischen Druck gegen die herrschende Klasse aufzubauen soll direkt verbunden werden mit der Möglichkeit dafür hart sanktioniert zu werden.

Gefängnisse sind nur die letzte Stufe dieses repressiven Systems. Seine einzige Aufgabe ist es, eine Gesellschaft, die auf Ausbeutung, Unterdrückung und Kontrolle basiert, aufrechtzuerhalten.

Die Menschen, welche dazu gezwungen werden hinter Gittern zu leben und deren Alltag von Autorität und Überwachung geprägt ist, sind weder allein, noch vergessen!

Was Kurt Tucholsky bereits vor Jahren schrieb, hat auch heute seine Gültigkeit nicht verloren:
„Ich habe ja nichts gegen die Klassenjustiz. Mir gefällt nur die Klasse nicht, die sie macht. Und dass sie noch so tut, als sei das Zeug Gerechtigkeit – das ist hart und bekämpfenswert.“

Solidarität ist eine Waffe. Drück‘ den Abzug!
Für ein kämpferisches 2014!

viele Informationen Rund um das Thema Knast finden sich hier:
http://silvesterzumknast.nostate.net/