Archiv für November 2013

CONTRA 4 – antirassistisches Konzert in Neumarkt

Freunde der harmonischen Musik!
Es wieder soweit:
CONTRA – das Konzert gegen Nazis und andere reaktionäre Begebenheiten geht in die vierte Runde!


Am 22.11.13 geben sich wieder diverse Bands im G6 die Ehre, kommt alle um mit einem gediegenen Punkrock-Abend einen klaren Standpunkt gegen Rechts zu vertreten!

Eintritt 4 Euro, Einlass 20 Uhr

95 Jahre Novemberrevolution – Eine andere Welt war möglich

Sie gerät immer mehr in Vergessenheit: Zu runden Jubiläen finden keine staatlichen Gedenkfeiern statt, mittlerweile wird die Novemberrevolution sogar aus Lehrplänen der gymnasialen Oberstufe gestrichen. Dabei haben die Ereignisse des Jahres 1918 maßgeblich den weiteren Verlauf der deutschen Geschichte bestimmt.

Die Novemberrevolution 1918 begann mit einer Matrosenrevolte am 4. November in Kiel und breitete sich als spontane Volkserhebung über das Land aus.
Abordnungen der Matrosen schwärmten seit dem 4. November in alle größeren deutschen Städte aus. Am 6. November war Wilhelmshaven in ihrer Hand; am 7. November erfasste die Revolution alle größeren Küstenstädte sowie Hannover, Braunschweig, Frankfurt am Main, Stuttgart und München. Dort zwang ein Arbeiter- und Soldatenrat den letzten bayerischen König Ludwig III. zum Thronverzicht. Kurt Eisner von der USPD rief in Bayern als erstem Land des Reiches die Republik aus. In den nächsten Tagen dankten auch die regierenden Fürsten der übrigen deutschen Staaten ab oder wurden für abgesetzt erklärt.
Am 9. November erreichte die Entwicklung mit der Flucht des Kaisers, der Verkündung der Republik ihren Höhepunkt und beendeten die Schrecken des Ersten Weltkrieges.
Die „roten Matrosen“ traten vielerorts als bewaffnete Hüter der neuen Ordnung in Erscheinung, in Berlin wurde die mehrere tausend Mann starke „Volksmarinedivision“ ins Leben gerufen. Vielerorts entstanden Arbeiter- und Soldatenräte. Für kurze Zeit schien sogar eine Gesellschaft jenseits des Kapitalismus möglich.
Die Arbeiter- und Soldatenräte bestanden zum weitaus größten Teil aus Anhängern von SPD und USPD. Ihre Stoßrichtung war demokratisch, pazifistisch und antimilitaristisch
In den Weihnachtskämpfen 1918 erlangte diese Formation einen legendären Ruf, ihr Ende fand sie bereits 1919 durch das von Freikorps gegen die Linken geführte Märzmassaker.