Archiv für Mai 2013

R.I.P. HAUSPROJEKT „ALTE SCHULE“


Sehr geehrte Pilsacher,

nun ist es soweit, seit nun über einem Jahr wurden auch die letzten Hausbewohner der Hauptstraße 15 aus der „alten Schule“ ihres Obdachs beraubt.
Das heimliche Volksbegehren halb Pilsachs und der sehnlichste Wunsch Adolf Wolfs in seiner gesamten Laufbahn als konservativer Christ-Sozialist wurde nun endlich Wirklichkeit:

Pilsach beherbergt endlich keine alternative Kultur mehr!

Die Integrations-Unwilligen und die Nicht-Kirchgänger wurden nun vertrieben, im Winter auf die Strasse gesetzt und ihr Zuhause zerstört, als gerechte Strafe für ihr Handeln:

dem Anderssein, welches vielen Provinzlern als das personifizierte Übel erschien.

Unbehaglich beobachteten die christsozialistischen Augen Adolf Wolfs und die unzähliger weiterer Bewohner Pilsach den Einzug ihrer neuen Nachbarn in das alte Gebäude an der Hauptstraße –
Jugendliche mit bunten Haaren und einer Lebenseinstellung die nicht konform mit den völkisch-reaktionären Werten guter, alter, bayrischer Kultur sind und deshalb ganz klar ein Problem darstellten.

Wie gern hätten Vertreter des Gemeinderates eine strahlend neue Feuerwehrwache an diesem bunten Schandfleck gesehen, der letztendlich, nach allen Befürchtungen der äusserst professionellen und keinesfalls stümperhaften Beamten der PI-Neumarkt als potentielle linke Terrorzelle diente.

Zu verstehen ist Eure Frustration und Eure Wut sehr gut:
Es ist nicht schön, in einer Gegend zu wohnen, die nur unwesentlich dichter als das australische Outback besiedelt ist; und es ist ebenfalls nicht schön, wenn das kulturelle Highlight der Woche der kurze Halt des Bo-Frost-Autos ist. Wer von Euch in den Spiegel oder über den Gartenzaun schaut, der weiß:
Die Nähe zur Natur, die eingeschränkten Sozialkontakte und die geringe Auswahl an Ehe- oder Sexualpartnern machen Menschen nur selten freundlich, attraktiv oder sogar glücklich.

Die Frustration, die aus dieser misslichen Lage resultiert, und die Wut über die Unfähigkeit, den Ort der eigenen Verdummung ein für allemal zu verlassen, schlagen regelmäßig in Aggressionen gegen andere um:
Mal sind es die Nachbarn, die das Elend aufgrund der von ihnen ausgehenden totalen Überwachung tatsächlich zu einem nicht
unerheblichen Teil mitzuverantworten haben; mal sind es die Ehepartner, in denen man die eigenen Launen, Ticks und Scheußlichkeiten wieder erkennt; mal sind es die Kinder, denen man neidet, dass es ihnen möglicherweise tatsächlich einmal gelingen wird, das Dorf zu verlassen. Keine Marotte – von der Vorliebe für eine bestimmte Rasensorte bis zur Mülltonnenanordnung – ist zu klein, als dass daraus keine generationenübergreifende Feindschaft entstehen kann; kein Anlass – vom schiefen Blick bis zur falschen Betonung des Wortes „Prost“ – ist zu nichtig, als dass daraus beim Dorffest keine handfeste Auseinandersetzung entstehen kann.

All diese Auseinandersetzungen, Gehässigkeiten und Feindschaften werden allenfalls dann und auch nur zeitweise stillgelegt, wenn sich die Dorfgemeinschaft auf einen gemeinsamen Feind einigt, der verbal oder handfest durch den Ort getrieben werden kann. Diese Gegner sind bevorzugt Menschen, die besonders auffallen:

sei es, weil sie durch bestimmte Spleens oder Marotten aus der Reihe tanzen; sei es, weil sie Schwäche zeigen; oder sei es, weil sie durch Dialekt, Kleidung oder Nummernschild signalisieren, dass sie auch etwas anderes als das jeweilige Nest kennen.

Letztlich kann es aber jeden treffen. In der Bekämpfung eines gemeinsamen Feindes rücken selbst Familien zusammen, die sich seit Jahrzehnten spinnefeind sind; nur bei seiner Verfolgung stellt sich die berühmte Harmonie ein, die frustrierte Großstadtbewohner so gern auf das Landleben projizieren.

Die Schlauen wissen, dass sich ein solches Verfolgerkollektiv nach dem Prinzip einer Zwangsgemeinschaft zusammenfindet. Da die fehlende Anonymität eines Dorfes dafür sorgt, dass jeder über die kleineren und größeren Leichen im Keller des Anderen Bescheid weiß, hat jeder Angst davor, als nächster kollektiv über den Dorfplatz getrieben zu werden. Aus diesem Grund reihen sich in der Regel nicht nur die Frustriertesten und Gewalttätigsten in den Mob ein.
Sondern es beteiligen sich nicht zuletzt auch diejenigen, die den meisten Dreck am Stecken haben.

Sämtliche Tricks wurden ausgespielt um etwas in der Hand gegen die „Terroristen“ zu haben und ihnen ihre Bleibe zu entreissen.
Unter anderem wurde ein willkürlicher Termin zu einer plötzlichen „Brandschutz Begehung“ festgesetzt
(welcher untypischerweise über eine Email-Adresse – welche nicht einmal in direktem Zusammenhang mit den Hausbewohnern stand – am Vorabend mitgeteilt wurde, was auch offiziell eine unzureichende Zeitspanne zwischen Ankündigung und Durchführung darstellte).

Der ebenfalls angerückte Mayor wurde leider enttäuscht, als die Bewohner ihm bei der besagten Brandschutzbegehung den Zutritt verwehrten und stattdessen als spontanes Erstatz-Gemeindemitglied – das für die Begehung notwendig war – einen freundlichen Random-Bauarbeiter von der Strasse wählten.
Alles schön nach Vorschift, die Begehung fand statt, der Häuptling musste ausserhalb des Grundstückes warten und der Bauarbeiter war sichtlich dankbar für diese kleine Pause.

Die Schikanen hörten damit nicht auf – später kam die zündende Idee:
Man setzte das Bauamt auf das Objekt des Bösen an.
Die marode Scheune die ebenfalls auf dem Grund stand, war die Chance sich der Störenfriede zu entledigen.
Der Vermieter zog seine Anfangs angebotene Hilfe zur Behebung der Schäden zurück und so kann man nur von einem Pakt gegen das Hausprojekt „alte Schule“ ausgehen.
Kurz vor Wintereinbruch 2011 wurde mitgeteilt das die Bewohner binnen weniger Wochen das Haus zu verlassen haben.
Nebenbei bemerkt existerte ein rechtlich gültiger, mündlicher Mietvertrag und ebenfalls Dokumente die dies belegen
(wie zB. die Wohnungsbestätigung des Vermieters an eine Mitbewohnerin für das Landratsamt und die monatlichen Mietüberweisungen).

Durch entschlossenen Aktivismus des Vermieters und seinem Sohn als Handlanger, wie z.B. das mehrmalige illegale Abstellen des Wasseranschlusses auf der Strasse, das kappen des Stromes, das willkürliche Eindringen in das Haus ohne Einverständnis der Mieter, verbale Drohungen, das Zerstören und Stehlen von Eigentum der Hausbewohner und das Entwenden eines kompletten 3 Meter langen Hofeinfahrts-Tor mitsamt Briefkasten (!) trotze man dem mündlichen Vertrag und setzte stattdessen lieber auf Terror oder wie man vllt in Pilsach sagt: „es redn is etz vorbei“.

So ignorierte man die rechtlichen Grundlagen und verlangte weiterhin den bedingungslosen Auszug der Bewohner durch Nötigung.
Auch einige eifrig demokratisch Bedienstete der Polizeiinspektion Neumarkt möchten Anteil an dieser Hatz gegen Anderslebende haben und brüsten sich mit Aussagen wie „in Büsach hamers etz a scho wech“.

Der vaterländische Einsatz einiger Vertreter der Pilsacher Dorfjugend gegen die ungewollten Zugezogenen in Form von regelmäßigem vorbeifahren mit dem Motorrad – mit stolz geschwellter Brust, dem rechten Arm zum Himmel gestreckt kombiniert mit einem schallenden „Sieg Heil“-Rufes ist nun nicht mehr nötig.

Die Heldentaten dieser ausserordenlich vorbildhaften Jugendlichen, wie das besprühen der Hauswände mit Hakenkreuzen und SS-Runen, oder das Aufstechen von Autoreifen und natürlich nicht zu vergessen das heroische einschlagen einer Autoheckscheibe werden Teil der Erinnerungen des Widerstands gegen die Fremden bleiben und tief in den Herzen des ein oder anderen Pilsachers verankert sein.
(Achtung, Sarkasmus)


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http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/punker-im-visier-der-rechten-szene-1.186434

Nicht zuletzt das gewaltsame Empören der Festzeltbesucher des Starkbierfestes 2010, als 2 männliche Haus-Besucher aus Berlin wagten sich an dem Fest der Urbevölkerung zu küssen, machen deutlich wie es um bayerische Provinzen steht.
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http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/punker-und-pilsacher-fetter-zoff-nach-dem-starkbierfest-1.652291

Anfang Mai 2013 machte man sich dann ans Werk, die Bastion des Bösen zu vernichten und die Geschichte der Hausbewohner und ebenso einen Teil der Geschichte Pilsachs auszulöschen.
In wenigen Tagen wird das mühe- und liebevoll Gestaltete Gebäude dem Erdboden gleichgemacht und „weicht modernen, seniorengerechten Wohnungen“.

Ein Landkreis in dem die tausendste seniorengerechte Wohnung mehr Wert ist, als ein Treffpunkt alternativer Jugendlicher.

Ein Landkreis in dem das hunderste Bauvorhaben für Senioren der Donauer-Immobilie mehr wiegt als der Schrei und der Wunsch junger Menschen gemeinsam, kollektiv ihr selbstbestimmtes Leben unter einem Dach zu gestalten –
fernab von unbezahlbaren Ein-Zimmer-Klos und kaum möglich unter dem Druck WG-feindlicher Wohnungsanbieter.

Ein Landkreis in dem man öffentliche Statements des Jugendzentrum-Beauftragten wie „selbstverwaltete Jugendzentrem sind Auslaufmodelle“ ertragen muss, hat keinen Platz für bunte Häuser.

Für einen Landkreis in dem die Haupttätigkeit der Polizei ist, geklauten Damenfahrrädern und Mülldieben nachzustellen, stellt es eine nicht hinnehmbare Katastrophe dar, wenn sich alternative Indivduen an einem Ort sammeln -
sei es um dort zu Leben oder eine schöne Zeit zu verbringen.

Ein Landkreis der seine Jugend entweder im Schützenverein, in der Feuerwehr, in der Kirche oder besoffen an eben kirchlichen Festen sehen will, anstatt unbhängig in selbstgestalteten Wohnräumen.

Ein Landkreis der Platz für Senioren schafft und dafür Jugendliche im Winter auf die Strasse wirft.
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http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/seniorenwohnungen-statt-schule-1.2867131

Für die regionalen Zeitungen und viele Anwohner war das Ganze niemals mehr als ein belächelndes, nicht ernstzunehmendes „Punk-Projekt“.
Niemals wurde der Gedanke daran verschwendet das diese Menschen gerne dort gelebt haben, Herzblut in das Haus gesteckt haben.
Niemals wurde der Gedanke daran verschwendet das die Entscheidung zwischen genötigter Wohnungslosigkeit und sozialer Abhängigkeit zu dem Recht eines eigenen Daches über dem Kopf und das Recht auf Existenz alles andere als ein Spiel einiger querdenkender Jugendlicher ist, die pauschal als „Punker“ in Schubladen gesteckt werden.
Trotz gegebenerfalls „bunter Haare“ wollten diese Menschen ein Forum und eine Bleibe innerhalb dieser Gesellschaft errichten.
Doch diese Indizien waren Anlass für die Öffentlichkeit die Bewohner nicht als gleichgestellte Menschen zu betrachten.

Die Sonne strahlt wieder über dem idyllischen, tiefschwarz-triefenden und original Oberpfälzischen Dörfchen.
So schmeckt der Schweinsbraten wieder gut und die Kirchglocken ertönen auch wieder in vollem Glanze.

Was an diesen letzten Tages an Fremdenfeindlichkeit, eifernder Feindseligkeit, systematischer Ignoranz und Unverhältnissmäßigkeit dargelegt wurde, offenbart einen totalitären Charakter derjenigen, die darin Bestrebt waren die erklärten Störenfriede zu vertreiben und das Dorfbild und dessen, in ihren Augen guten Ruf zu bewahren.
Niemals wurde ernsthaft der Dialog gesucht, permanent wurden Gerüchte gesäät, Tatsachen verdreht, auf Vorurteile gebaut und Fehler, die menschlicherweise von Seite der Hausbewohner auch gemacht wurden, für immer angerechnet und als pauschalisierendes Argument gegen die Existenzberechtigung des Hausprojektes genutzt.

Abschliessend ist zu sagen:
Man hätte juristisch Vorgehen können, man hätte noch einiges an kreativen Aktionen und Widerstand leisten können, es wäre noch einiges an Potential vorhanden gewesen, letztendlich hätte man sicherlich Erfolg gehabt, schon allein auf rechtlicher Basis, durch den gültigen, mündlichen Mietvertrag.
Doch fehlte es an Geldern, Nerven und einem klaren Kopf, der nur zu Oft nicht Vorhanden war durch den ausgesetzten Schikanen und der Sorge über die künftige Obdachlosigkeit, der Gedanke das das eigene Zuhause vernichtet wird und anderen negativen Umständen die nebenbei noch einzelne Hausbewohnern plagten.
Es fehlte ganz klar an Kraft und aber auch ganz klar an Unterstützung.

Danke an diejenigen Pilsacher welche die Haus-Bewohner nicht als Fremdkörper angesehen haben und eine Koexistenz für Möglich gehalten haben oder die Bewohner sogar Unterstützt haben, sei es mit Lebensmitteln oder Inventar oder einfach mit netten Gesprächen.

Danke an all die Besucher und Unterstützer und vor allem auch an diejenigen die bis zum Schluss geblieben sind oder bereit waren für das Haus zu kämpfen.

Es war eine schöne Zeit und die alte Schule wird für immer im Herzen bleiben, als bislang einziges alternatives (Sub-)Kulturprojekt in der Gegend.

Danke, alte Schule.

((Diese Stellungsnahme steht nicht in direktem Zusammenhang mit der autonomen Antifa Neumarkt))

Info: Antifa Neumarkt hat die Mail-Adresse geändert…


Zur Information:
Aus diversen Gründen haben wir uns endlich von unserem alten E-Mail-Anbieter abgewendet, welcher sich, wie so ziemlich fast jeder „kostenlose“ Email-Dienst, durch unsere Überwachung finanziert:
es wird ein Profil vom Benutzer erstellt, um diesen anschließend mit möglichst passender Werbung zu bombardieren.
Wie gewohnt erreichen kann man uns nun unter:
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antifa-nm@riseup.net
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Warum Riseup?
Riseup.net ist ein Kollektiv, das online-communcation Tools für Leute, die in sozial-kämpferischen Zusammenhängen tätig sind erstellt und abietet. Dieses Kollektiv konzentriert sich auf DIY und Selbstbestimmung, indem sie ihre eigene Form der Kommunikation kreieren, anstatt sich auf eine Art von E-Mail-Anbieter zu verlassen, welche sich durch Filtrieren persönlicher Daten finanzieren.

Riseup verschlüsselt persönliche Daten und Nachrichten wo nur möglich und verpflichtet sich, so wenig Daten über den Nutzer zu speichern wie möglich. Bei den meisten anderen Mail-Providern wird die persönliche IP-Adresse
gespeichert – bei jedem der Riseup-Dienst NICHT.


1. Mai: Naziaufmarsch in Würzburg verhindern!


In Würzburg will am 01. Mai das neonazistische Kameradschaftsnetzwerk “Freies Netz Süd” aufmarschieren. Um diesem Aufmarsch entgegenzutreten hat sich ein antifaschistisches Bündnis gegründet:

1. Mai Würzburg: Die Wurzel des Faschismus ausreißen heißt Kapitalismus abschaffen!

Für den 1. Mai 2013 ruft die Neonazikameradschaft „Freies Netz Süd“ zu einer Demonstration in Würzburg auf. Das perfide Motto der Faschisten lautet: „Arm trotz Arbeit – Kapitalismus zerschlagen.“ Durch diese Wortwahl versuchen die Neonazis sich als antikapitalistische Kraft darzustellen, obwohl sie das exakte Gegenteil davon sind. Der Faschismus ist eine Krisenideologie des Kapitalismus und keinesfalls eine Alternative zu diesem.

Als genuines Produkt der kapitalistischen Verhältnisse und ihrer unmenschlichen Ideologien ist der sogenannte Antikapitalismus der Nazis nichts weiter als eine hohle Phrase. Weit davon entfernt, das moderne warenproduzierende System zu begreifen, wollen sie weder die Verwertungslogik noch seine menschenverachtenden Konkurrenzverhältnisse abschaffen. Der Wettkampf aller gegen alle auf den anonymen Märkten soll nicht zugunsten einer solidarischen Gesellschaft aufgehoben, sondern lediglich (in rassistischer Logik) als ein Kampf sogenannter „Rassen“ ideologisiert werden. Das allgegenwärtige Profitstreben aller Marktteilnehmer wird antisemitisch personalisiert und projiziert auf die Figur des „ewigen Juden“, der raffgierig das „deutsche Volk“ ausbeuten wolle. Während also der ökonomische Kern des Kapitalverhältnisses unangetastet bleibt, jedoch völkisch aufgeladen werden soll, möchten die Neonazis die politische Hülle in autoritärster und menschenfeindlichster Weise transformieren. Der bürgerliche Parlamentarismus soll der Führerdiktatur weichen.

Tatsächlich ist der 1. Mai traditionell alles andere als national. Er nimmt seinen Ursprung in den USA des späten 19. Jahrhunderts in den Massenunruhen, die sich 1886 aus Streiks für den Achtstundentag in Chicago über die ganzen USA und weltweit ausbreiteten. Seit dieser Zeit ist der 1. Mai der internationale Kampftag der ArbeiterInnen gegen wirtschaftliche Ausbeutung und politische Unterdrückung.

Daran anknüpfend stellt der 1. Mai für uns ein Symbol des Kampfes gegen den Kapitalismus und für das Eintreten für eine freie und gerechte Gesellschaft dar, in der die Produktionsmittel in den Händen aller sind und in der für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird. Daher gehen wir am 1. Mai nicht nur gegen Faschismus, sondern auch gegen die politischen und ökonomischen Zustände der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft auf die Straße. Neben der Bekämpfung des Faschismus treten wir für Emanzipation und für ein selbstbestimmtes Leben ein.

Laßt uns am 1. Mai 2013 in Würzburg gemeinsam und entschlossen den Naziaufmarsch verhindern
und ein deutliches Zeichen gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung setzen!!

Für eine Welt ohne Grenzen und Klassen!

Infos:
http://nopasaranwue.blogsport.de/

Ebenfalls:

Im Anschluss an die revolutionäre 1. Mai Demo findet ab 14.00 Uhr das Internationalistische Strassenfest der autonomen Gruppen in Gostenhof statt.