Archiv für Mai 2011

SOLI-KONZERT gegen staatliche Repression in der Oberpfalz und Überall!

Es geht weiter: Antifaschismus ist notwendig, nicht kriminell!
Aufgrund den Repressionen die einige Menschen nach ihrer Beteiligung an einer Anti-Nazi-Demonstration in Sulzbach-Rosenberg jetzt durchmachen müssen organisiert die JAS ein Soli-Konzert. JuZ Hängematte, Sulzbach-Rosenberg, Eintritt 6Euro (+2Euro Soli)


Wir erklären ausdrücklich unsere Solidarität mit allen Antifaschist_innen, die auf Grund ihres Engagements gegen Rechts nun Ermittlungsverfahren ausgesetzt sind und rufen alle Menschen – egal ob jung oder alt – auf, ihre Unterstützung zu zeigen!

http://jas.blogsport.de/
http://redside.blogsport.de/

ANTIFASCHISMUS ist notwendig! Nicht kriminell!


Am Samstag, den 07.05.2011 organisierten die Antifa Neumarkt und Aktion Schwarz-Rot aus Sulzbach-Rosenberg jeweils eine Kundgebung zu dem Thema „Antifaschismus ist notwendig – nicht kriminell“. Grund für die Aktionen sind die anhaltenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft und der Kriminalpolizei Amberg gegen engagierte Antifaschist_innen in der Oberpfalz. Am 25.03.2011 wurden bei insgesamt 6 Aktivist_innen die Wohnräume durchsucht. Ihnen wird u. a. vorgeworfen, bei der Blockade an lässig der Nazi-Demonstration am 27.11.2010 in Sulzbach-Rosenberg angeblich einen Polizisten zu Boden gezogen und diesen anschließend mehrmals getreten zu haben.

Schon am Freitagabend organisierte die ASR eine größere Soliparty im Jugendclub Bureau. Den vielen Besucher_innen wurden Musik von der Platte, Tombla, „Know your City“-Quiz und vegane Vokü angeboten. So konnten dann am Ende ein größerer 3-stelliger Betrag gesammelt werden, der den Betroffenen zu Gute kommen wird.

Am Samstagvormittag versammelten sich in der Klostergasse in Neumarkt etwa 30 Menschen und machten mit einer kreativen Aktion auf die zurzeit stattfindende Repression gegen Antifaschist_innen aufmerksam. Auf den Pappschildern war „Antifaschismus ist notwendig“ zu lesen und auf den getragenen T-Shirts stand „nicht kriminell!“. Während der Kundgebung wurde ein Redebeitrag der Antifa Neumarkt vorgelesen, welcher nicht nur die Repression gegen Antifaschist_innen thematisiert, sondern gegen die linksalternative Szene in Neumarkt. So dürfen Punks, Linke und Alternative an manchen Tagen in Discountern und Getränkemärkte überhaupt keinen Alkohol kaufen, da die Stadt und Polizei davon ausgeht, dass der Alkohol trotz des geltenden Alkoholverbots in der Öffentlichkeit konsumiert wird. Dieses Vorgehen wird derzeit juristisch geprüft.

Nachdem die Kundgebung beendet worden ist, machten sich die Antifaschist_innen auf den Weg nach Sulzbach-Rosenberg und führten die gleiche Aktion durch. Die etwa 30 Menschen hielten ebenfalls die Pappschilder hoch und machten nochmals deutlich, dass Antifaschismus notwendig sei und nicht kriminell. Dass die Teilnehmer der Kundgebung nicht alleine bleiben werden, bestätigte sich nach gut einer viertel Stunde, als zwei Beamte der Kriminalpolizei Amberg sich gegenüber auf einer Parkbank sich gemütlich machten. Nach ein paar Grußworten an die Kripo-Beamten, wurden wieder die Redebeiträge verlesen und nach gut einer Stunde die Veranstaltung aufgelöst.

Die Hausdurchsuchungen bei Antifaschist_innen in der Oberpfalz stellen einen Angriff auf die Antifa-Szene dar. Ziel ist es, das Engagement vor allem junger Menschen gegen Nazis und Rassismus zu kriminalisieren. Aber wir werden uns nicht einschüchtern lassen und wir werden es nicht hinnehmen, dass Antifaschist_innen verfolgt werden, während den Faschist_innen die Straße überlassen wird. Deshalb erklären wir unsere Solidarität mit allen Menschen, die im Kampf gegen rechts von staatlicher Repression betroffen sind.

Solidarität ist eine Waffe!


Infos:
http://de.indymedia.org/2011/05/307445.shtml

http://redside.blogsport.de/2011/05/12/kundgebungen-in-neumarkt-und-sulzbach-rosenberg/

http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/antifaschisten-fordern-ihre-rechte-ein-1.1218244

8.Mai 2011 – 66 Jahre Tag der Befreiung!


Vor 66 Jahren konnte die Menschheit aufatmen und die Überlebenden feierten die Befreiung vom Hitlerfaschismus und das Ende des 2. Weltkriegs. Über 50 Millionen Menschenleben hat das mörderische faschistische Regime und der von ihm angezettelte imperialistische Krieg auf dem Gewissen.
In vielen Ländern Europas ist der 8. Mai ein gesetzlicher Feiertag – nicht so jedoch in Deutschland.

Aus diesem Anlass haben sich Antifaschisten zusammengefunden um an die Schrecken der Nazizeit zu erinnern, auch in Neumarkt wurden Juden und andere Menschen Opfer des Nationalsozialismus.
Gemeinsam suchten die Aktivisten Gedenkstellen auf, die an die Ermordeten der Nazis erinnern sollen.

Zerstörte Synagoge in Neumarkt. Nur eine winzige Steintafel erinnert an die Pogrome.
Das ist uns zu wenig!

Deutsche Täter sind keine Opfer. Keine Verdrehung der Geschichte!

Gedenkstein für vertriebene und ermordete Juden in Neumarkt.

„Das da hätt‘ einmal fast die Welt regiert,
Die Völker wurden seiner Herr.
Jedoch ich wollte,
daß ihr nicht schon triumphiert:
Der Schoß ist fruchtbar noch,
aus dem das kroch“.
(Bertolt Brecht 1955)

07.05. Mahnwache in Neumarkt


Am 27.11.2010 versuchte die Neonazikameradschaft „Nationale Sozialisten Amberg“ – unterstützt von rechten Kameradschaften aus ganz Bayern- in Sulzbach-Rosenberg aufzumarschieren. Trotz nur kurzer Mobilisierungszeit versammelten sich mehr als 350 NazigegnerInnen, darunter zahlreiche Stadt- und Kreisräte, um zu zeigen, dass sie braune Propaganda in ihrer Stadt nicht zulassen.

Dank dem entschlossenen und engagierten Protest junger AntifaschistInnen im Bündnis mit couragierten Erwachsenen ist es gelungen, den Neonazis den Weg zu versperren. Trotz mehrfacher Versuche der Polizei, den Neonazis ihre Demonstration zu ermöglichen, blieben die NazigegnerInnen standhaft und konnten so den Aufmarsch verhindern.
Irgendwann war es der Polizei anscheinend nicht mehr möglich, die rechten Gewalttäter unter Kontrolle zu behalten und so gelang es den Neonazis, die Polizeikräfte zu überlaufen und Sulzbach-Rosenberg und seine EinwohnerInnen zu terrorisieren.

Nun mussten wir leider feststellen, dass die Amberger Staatsanwaltschaft anscheinend nicht gegen die rechten Gewalttäter vorgeht, sondern nach mehr als 4 Monaten jetzt junge AntifaschistInnen mit Strafbefehlen und Hausdurchsuchungen überzieht – aus unserer Sicht ein klarer Einschüchterungsversuch.
Es kam zu Hausdurchsuchungen in Neumarkt und Sulzbach-Rosenberg. Es ist nicht das erste Mal, dass wir den Eindruck haben, die Amberger Polizei und die Staatsanwaltschaft würden (nur) antifaschistischen Protest kriminalisieren.

So wurde sowohl 2008 als auch 2010 gegen die Versammlungsleitung von gewerkschaftlichen, antifaschistischen Demonstrationen ermittelt. Die Verfahren mussten nach engagierter rechtlicher Vertretung seitens ver.di eingestellt werden.

Wir erklären ausdrücklich unsere Solidarität mit allen Antifaschistinnen und Antifaschisten, die
auf Grund ihres Engagements gegen Rechts nun Ermittlungsverfahren ausgesetzt sind und rufen alle Menschen – egal ob jung oder alt – auf, ihre Unterstützung zu zeigen.
Nur gemeinsam sind wir stark gegen Rechts!!!

KOMMT DESHALB ALLE AM 07.05.11 NACH NEUMARKT UM EIN ZEICHEN GEGEN DIE KRIMINALISIERUNG ANTIFASCHISTISCH EINGESTELLTER MENSCHEN ZU SETZEN!!!

Antifaschismus ist kein Verbrechen, sondern Notwendig.

Wenn ihr Euch als Organisation/Gruppe/Gremium oder Einzelperson als UnterstützerInnen eintragen wollt, schreibt eine Mail an
antifaschismus-ist-notwendig@verdi.de

INFOS:
http://de.indymedia.org/2011/04/305657.shtml

http://www.marxismus-online.eu/downloads/activities/verdi-antifa-2011-04.pdf

http://antifaschismusistnotwendig.blogsport.de/

http://redside.blogsport.de/2011/04/26/antifaschismus-ist-notwendig-nicht-kriminell/

Zudem findet am 06.05. eine Soliparty in Bezug auf die Repressionen im Jugendclub Bureau Sulzbach-Rosenberg statt.
Geboten sind
- eine vegane VoKü gegen Spende
- ein Cityquiz mit grandiosen Preisen
- eine Tombola mit mindestens genauso grandiosen Preisen
- Musik vom Teller (Punk & Electro)
- eine erweiterte Cocktailbar