Archiv für April 2011

!CONTRA!-Konzert Nr.2


Wieder einmal heisst es fetzige Musik gegen Fremdenhass und Rassismus!

Das Konzert wird organisiert von jungen Menschen in zusammenarbeit mit dem G6.
Der Preis beträgt 3 Euro normal und 4 Euro als freiwillige Soli.

Proteste gegen NeoNazi-“Bombengedenken“ in Schwandorf


Für Sonntag, 17.04.11, dem 66. Jahrestag der Bombardierung Schwandorfs durch alliierte Streitkräfte, riefen Neonazis des Freien Netz Süd zu einem sog. Gedenkmarsch in Schwandorf auf.

Trotz der erneut äußerst geringen Mobilisierungszeit für notwendige Gegenaktionen von knapp 2 Tagen, folgten rund 150 Menschen dem Aufruf von Antifa und Linksjugend [’solid], den populistischen Neonaziaufmarsch zum Desaster zu machen.

Neonazis riefen, um sich als stolze Deutsche zu inszenieren, bayernweit zu einer Demonstration in Schwandorf, einer Kleinstadt in der Faschist_Innen schon lange nichts mehr zu melden haben, auf, um die Geschichte erneut auf primitivste Art und Weise zu verfälschen und um sich als Opfer sowie die Alliierten als skrupellose Mörder unschuldiger Deutscher darzustellen. Nur rund 40 Neofaschist_Innen folgten diesem Aufruf, was den Fakt, dass es für sie in SAD nichts mehr zu holen bzw. zu erreichen gibt, festigt.

Um etwa 18 uhr wurde eine Kreuzung die auf der Nazi-Demoroute lag von etwa 100 Antifaschisten blockiert. Begleitet wurde die Blockade von gut halbsoviel Bürger_Innen.

Kurzfristig also wurde die Route der Neonazis geändert: Die Pesserlstraße wurde gesperrt, damit Faschist_Innen ihre zweifelsfrei reaktionäre, widersprüchliche Ideologie auf die Straße tragen konnten. Dies ist als erster Erfolg aus antifaschistischer Sicht zu verbuchen: Anstatt durch die Innenstadt zu marschieren, mussten sie weit außerhalb und entfernt von der Bevölkerung durch die Gegend opfern. Durch massiven Polizeischutz war kein Durchkommen zu dem Häuflein Nazis, die sich und ihren ohnehin dilettantischen Auftritt durch lächerliche Skelett-Verkleidung sowie pseudotheatralische Musik in die absolute Erbärmlichkeit manövrierten.

Das bayerische USK konnte an diesem Tag einmal mehr beweisen wie brutal, rücksichtslos und unmenschlich Polizisten werden können, geht es darum die Werte von Neo-Nazis zu verteidigen:
Gegendemonstranten gelang es, im Eiltempo zum Denkmal in der Kreuzbergalle zu kommen und dieses durch friedliche Sitzblockaden vor der Faschokundgebung zu bewahren.
Dieser begegneten die Polizisten äusserst aggressiv und mit Knüppelhiebe auf wehrlose Demonstranten.
Ein Nazi-Gegner, der dem Angriff der Polizei nicht rechtzeitig entkommen konnte, wurde von einer Handvoll Polizist_Innen zu Boden geworfen und daraufhin mit Schlägen und Tritten am ganzen Körper schwer verletzt. Der friedliche Gegendemonstrant wurde, nachdem er vom Freund und Helfer zusammengeschlagen wurde, verhaftet.
Wir verurteilen dieses Verhalten der Polizei aufs Schärfste und fordern ein Ende stumpfer Polizeigewalt wie sie auf solchen Ereignissen inzwischen typisch sind!

Sichtlich unbeeindruckt von der massiven Gewaltanwendung der Polizei, formierte mensch sich dennoch mit Transparenten und Megafon, um die 40 Neofaschist_Innen lauthals zu empfangen und ein Dringen ihrer Meinung an den/die ein oder andere/n Schwandorfer/in unmöglich zu machen. Beim Eintreffen zog der Lärmpegel der knapp 100 Antifaschist_Innen das „Gedenken“ der Faschos nahezu ins Lächerliche. Hierbei schlossen sich Anwohner_Innen spontan den Protesten gegen diesen geschichtsrevisionistischen Akt an.

Gen Ende der Kundgebung blockierten rund 60 Antifaschist_Innen direkt die Hauptstraße, um auch den Rückweg der Neonazis ins Niemandsland zu erzwingen. Auch hier konnte man eine für Schwandorfer Verhältnisse ungewohnt gewalttätig auftretende Polizei beobachten.
Doch an dieser Stelle wurde eindrucksvoll klargemacht, dass mensch sich von jeglichen Gewaltakten, ausgehend von der Polizei, nicht unterkriegen lassen werde.

Nur unter massivem Polizeischutz konnten die 40 Neonazis, lautstark begleitet von einigen Gegendemonstrant_Innen, ihre Route über die Ettmannsdorfer Straße zum Bahnhof gehen. Durch das lächerliche Auftreten des braunen Mobs ist dies jedoch nur bedingt als Teilerfolg für die Faschos zu werten.

Fazit: Der äußerst repressive Polizeieinsatz ist als einziges Manko zu bewerten. Menschen, zwischen denen teils inhaltliche Differenzen bestehen, haben sich gemeinsam an diesem Tag mutig, entschlossen und kraftvoll den Faschist_Innen in den Weg gestellt und den Aufmarsch letztendlich massiv behindert.

NAZIAUFMÄRSCHE VERHINDERN!
IN DER OBERPFALZ und ÜBERALL!

infos:
http://de.indymedia.org/2011/04/305010.shtml?c=on#c710898

CCC v.s. Kameradschaft Altmühltal


Im Dezember vergangenen Jahres wurde die Homepage der rechten Kameradschaft Altmühltal Opfer eines Hacker-Angriffes und ist seitdem nicht mehr aufrufbar.

Offensichtlich handelte es sich um eine Aktion die auf dem jährlich stattfindenen Kongress des Chaos Computer Clubs stattfand.

Wie jedes Jahr haben auch diesmal Hacker neonazistische Seiten ins Visier genommen.
Die Kameradschaft Altmühltal nahm ihre Seite gar präventiv vom Netz – garniert mit einem Gruß an die „CCCP“, die „CCC Pussies“.
Doch es half alles nichts, die Seite wurde dennoch gehackt, u.a. erst angelockt durch die niveaulose Provokation der Neo-Nazis.

In Hackerkreisen wurde sich ausgiebig über das Verhalten der KS-Altmühltal lustig gemacht:
„Grosse Klappe … aber den mysql-port nach außen offen lassen“

Die Internet-Seite des Nazi-Versandes „Thor Steinar“ wurde ebenfalls 2009 Opfer einer solchen Hacker-Attacke, die am 26.Chaos Computer Club-Kongress stattfand, dabei wurden sämtliche Kundendaten der Neo-Nazi-Seite offenbart.

Infos:
http://www.taz.de/1/netz/netzpolitik/artikel/1/der-innenminister-als-troll/

http://www.ccc.de/

https://berlin.ccc.de/wiki/Hauptseite

http://de.indymedia.org/2009/12/270089.shtml

Danke!

Vortrag zur staatlichen Extremismus-Theorie


Am 04. April fand im G6 am InfoCafé ein Vortrag über die staatliche „Extremismus-Theorie“ statt. Der Vortrag dauerte etwa eine Stunde und wurde von etwa 30 Menschen, neben leckeren, veganen Saitan-Schnitzeln interessiert verfolgt.

„Wir sind unpolitisch und wollen weder rechts noch links!“ oder „Mit Extremisten wollen wir nichts zu tun haben.“

Solche oder ähnliche Aussagen sind im politischen Geschehen des Öfteren zu vernehmen. Doch was steckt eigentlich hinter der Rede vom Extremismus? Was bedeutet es, wenn „nicht mit Extremisten zusammengearbeitet werden will“?

Da wir der Meinung sind, dass das Zusammenfassen von gänzlich unterschiedlichen Dingen wie „Rechtsextremismus“, „Linksextremismus“ oder „Islamismus“ lediglich eine Strategie zur Bewahrung des bestehenden politischen Zustandes darstellt, wurde sich der Kritik der sogenannten „Extremismustheorie“ gewidmet.

Dieses hat aktuellen Anlass, denn sowohl vom Verfassungsschutz, als auch von der Bundesregierung, werden Gleichsetzungen von sich als links verstehenden Menschen mit Nazis theoretisch und praktisch vorangetrieben, linke Aktivist_innen werden mit Nazis in einen Topf geworfen., so z.B. im Vorhaben, Gelder, die ursprünglich zur Bekämpfung der extremen Rechten gedacht waren, nun auch gegen „Linksextremismus“ einzusetzten.

So kramte beispielsweise der Berliner Innensenator Ehrhart Körting (SPD) ganz tief in der Geschichte Westdeutschlands der 1950er Jahre. In Anlehnung an einen berühmten Ausspruch zu Zeiten des bleiernen Antikommunismus bezeichnete er Linke als „rotlackierte Faschisten“.

Zum Abschluss des Vortrages wurde noch der sog. „Andi-Comic“ unter die Lupe genommen.
Eine publikation des Innenministeriums Nordrhein- Westfalen, in der sich mit bislang 3 Heften über Islamismus, Rechtsextremismus und Linksextremismus „auseinandergesetzt“ wird.
Mit verkürzter Propaganda und verdrehen der Tatsachen werden Linke als eine homogene, dogmatische, gewaltlüsternde, kriminelle Gruppierung/Bande vorgeführt, bei der es unausweichlich erscheint, das bei einer normalen Demo Autos brennen und Geschäfte zerstört werden.
Andi versteht sich als ‚Comic für Demokratie und gegen Extremismus‘.
Aber das es auch Extrem ist, Menschen ohne Arbeit von der Gesellschaft auszuschliessen, Menschen einzusperren und in fremde Länder abzuschieben oder sie Jahrelang mit nur einer unsicheren Aufenthalts-Duldung leben zu lassen und ihnen dabei Schikanen und lebensunwürdige Zustände zuzumuten, wird in diesen Comics verschwiegen.
Ganz davon zu schweigen das Polizeibeamte nicht immer neutral und als „Freund und Helfer“ handeln, wie es dargestellt wird.

(Teile des Textes von fuego! radikale Linke zitiert.)

Infos:
http://de.indymedia.org/2010/04/279463.shtml

http://antifaeifel.blogsport.de/images/extremismusformel.jpg

http://de.indymedia.org/2008/08/224337.shtml

Gegen jeden Extremismus-Begriff!
Links ist nicht gleichzusetzen mit Rechts!