Archiv für November 2010

Infocafe´- Nikolaus-Feier!

Am 6.12. findet im G6 Neumarkt wieder das antifaschistische Infocafé statt, diesmal im Nikolauz-Style. :)
Hierzu wird es wie immer eine Vokü geben (Eintopf und Apfelstrudel, alles Vegan…).
Zudem wird eine Band spielen, zusammengewürfelt aus Musikern Neumarkts!

Davor werden Aktivisten der AAK Straubing einen Vortrag über den rechtsextremen Onlineversand „Wikingerversand“ halten.

Infos zum Naziversand:
http://aaksr.wordpress.com/

http://www.wiki-weg-reloaded.tk/

Wir würden uns freuen euch im G6 begrüssen zu dürfen! :)
Infocafe
infocafe

Albert-Reich-Straße wird (ENDLICH) umbenannt

albert
Es wurde Zeit:
Der Bausenat hat einstimmig beschlossen, die nach dem Hitler-Propagandisten benannte Straße umzubenennen.

Neumarkt. Eigentlich ist sie nur eine kleine Nebenstraße, doch lange wurde über sie gestritten – oder besser: über ihren Namen. Doch jetzt bekommt die Albert-Reich-Straße in Neumarkt – benannt nach dem „verhängnisvollen Förderer des Nationalsozialismus“, wie es auf dem dazugehörigen Erklärschild heißt – einen neuen Namen. Der Bausenat stimmte am Donnerstag einem entsprechenden Antrag der Freien Liste Zukunft (FLitZ) einstimmig zu. Wie die Straße in Zukunft heißen soll, wird der Bausenat in einer der kommenden Sitzungen beschließen.

Damit ist eine Auseinandersetzung beendet, die den Bausenat schon seit 2004 immer wieder beschäftigt hat. In diesem Jahr wurde erstmals über einen Antrag zur Umbenennung der Straße entschieden. FLitZ, SPD und Grüne hatten sich dafür stark gemacht.

Buch bewirkte ein Umdenken

Damals wie heute war von einem „Schandfleck“ die Rede. Und die FLitZ machte in ihrem Antrag noch einmal deutlich:
„Albert Reich hat wegen seiner maßgeblichen Mittäterschaft im Dritten Reich weder Würdigung noch ehrendes Andenken verdient.“ Doch immer wieder waren Anträge auf eine Umbenennung im Bausenat am Widerstand der CSU gescheitert. Auch die Anwohner sprachen sich vehement dagegen aus – so wie OB Thomas Thumann, der 2006 ebenfalls noch gegen eine Umbenennung war.

Heute, im Herbst 2010, sieht die Situation anders aus: CSU und UPW haben ihre Meinung geändert. Grund sei das am Dienstag offiziell vorgestellte Buch „Neumarkt im Nationalsozialismus 1933 bis 1945“ gewesen. Die Autoren Dr. Markus Urban und Katrin Kasparek geben darin eine klare Empfehlung, der Albert-Reich-Straße einen anderen Namen zu geben.

SPD-Stadträtin Ursula Plankermann betonte am Donnerstag in der Bausenatssitzung, wie wichtig es sei, dass die Geschichte Neumarkts durch diese historische Aufarbeitung wieder in das Bewusstsein der Bürger gerückt worden ist: „Wir müssen uns mal wieder klar werden, dass Neumarkt im Nationalsozialismus nicht die Insel der Glückseligkeit war.“ Deswegen werde es Zeit, diesen Namen von der Landkarte der Stadt endlich zu tilgen, bekräftigte sie ihren Standpunkt.

(Quelle:
http://www.mittelbayerische.de/region/neumarkt/artikel/albert_reich_strasse_wird_umbe/606018/albert_reich_strasse_wird_umbe.html)

Vor einigen Jahren gab es bereits eine Protestkundgebung von FLITZ, bei der sich auch die „Bewegung UAN“
(unabhängige Antifaschisten Neumarkt) beteiligte:

http://antifanm.blogsport.de/2006/09/09/strasse-in-neumarkt-nach-nazi-maler-benannt/

albert
Aktionen gegen den Namen „Albert-Reich-Str.“ an einer Kundgebung 2006.


Es wurde mehr als Zeit das diese Ehrung eines NS-Mittäters aus Neumarkt verschwindet!

Polizeieinsatz gegen Neo-Nazis in Neumarkt

gnome
Alle verfügbaren Streifen und einige aus dem Umland sind ausgerückt, weil Männer aus dem rechtsextremistischen Lager in einem Innenstadt-Café randaliert haben. Das Kommissariat Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen.

Wer in den frühen Morgenstunden des 14. November den Streit begonnen hat ist unklar. Ebenso schweigt das Polizeipräsidium Oberpfalz angesichts laufender Ermittlungen noch zu der Frage, ob jemand verletzt wurde und welchen Hintergrund die Beleidigungen hatten.

Fakt ist aber, dass es am Montagmorgen zu einem längeren polizeilichen Einsatz gekommen ist, nachdem der Wirt eines Cafés die Polizei zur Hilfe gerufen hat. Beteiligt an dem Streit waren nach ersten Angaben rund zehn Mitglieder einer rechtsextremistischen Gruppierung. Der Rädelsführer, ein 30-jähriger Mittelfranke, hat im alkoholisierten Zustand einen anderen Gast offenbar derb beleidigt. In der Gruppe fanden sich auch zwei alkoholisierte 14-Jährige, die von der Polizei an die Eltern übergeben wurden. Ferner ein 25-Jähriger, der einen Böller bei sich hatte, dessen Besitz einen Verstoß nach dem Sprengstoffgesetz darstellt.

Plakat ausgerollt und Beamte beleidigt

Alles, was die Neumarkter Polizei an Streifen aufbieten konnte und Beamte von außerhalb seien darauf angerückt, um die Situation zu entschärfen, so der Sprecher Thomas Plößl gegenüber den NN. Zunächst hätte man versucht, dem Rädelsführer einen Platzverweis zu erteilen. Weil den 30-Jährigen das aber nicht interessierte, nahmen ihn die Beamten in Gewahrsam.

Mitglieder der Gruppe tauchten gegen 3 Uhr vor der Polizeidienststelle auf und forderten lautstark die Polizei auf, ihren Gesinnungsgenossen freizulassen. Und gegen 7.15 Uhr kamen erneut mehrere Mitglieder der Gruppe zur Polizeidienststelle, um sich nach dem Verbleib ihres Freundes zu erkundigen. Dabei entrollten sie vor dem Gebäude ein Transparent, auf dem der Name einer im Landkreis Neumarkt agierenden rechtsorientierten Kameradschaft stand

Auch in Dietfurt beschäftigt sich die Polizei derzeit mit Straftaten mit rechtsradikalem Hintergrund. Ein Passant hatte eine Sachbeschädigung an einem Döner-Stand festgestellt. An dem Verkaufswagen waren unter anderem Hakenkreuzschmierereien angebracht. Gleiche Nazi-Symbole fanden sich an dem gegenüberliegenden Bushäuschen und an der östlichen Gebäudeseite der 7-Täler-Halle.

(Quelle: http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/rechte-randalierer-halten-polizeistreifen-auf-trab-1.320251 )

Neo-Nazis verteilen Hetz-Flugblätter in Briefkästen

papier
Der rechtsextremen Kameradschaft Altmühltal ist ein weiteres Meisterstück aus der Sammlung „stumpfsinnige Hetze“ gelungen. In Seligenporten, Pyrbaum und Umgebung wurden vermehrt Neo-Nazi-Flugblätter in Briefkästen gefunden.

Ein DIN A4-Blatt, bedruckt mit verschiedensten Bildern (z.B. ein brennendes Auto, ein Antifa-Logo, usw.) und versehen mit einem Text, in dem sich die Kameradschaft Altmühltal über „hingenommene“ Punker-Picknicks, über „Rekrutierungsveranstaltungen“ im G6 durch Antifas, über Antifaschismus, und allem was sich sonst gegen Rechtsextremismus in Neumarkt ausspricht beschwert, in üblicher Hetz- und Lügenmanier.

Ein weiterer Versuch, Menschen mit Nazi-Propanda zu beeinflussen, durch bewusst manipulierter Übertreibung und der Darstellung des Neo-Nazis als Opfer.

Indem man Konzerte gegen rechte Gewalt und Kochabende als „Rekrutierungsveranstaltungen“ darstellt und ein alternatives Wohnprojekt als „linke Terrorzelle“ diffamiert stellt man sich selbst in die Ecke des ewiggestrigen Hetzers und verdeutlicht eine abscheuliche Gesinnung, die weit über den rechten Rand hinausschwappt.

Zum Abschluss fordern die Verfasser des Schreibens auf:
„NEUMARKTER WEHRT EUCH!“
Abgeleitet von dem NS-Zitat „Deutsche wehrt euch“, welches damals auf Plakaten prangerten, die vor jüdischen Geschäften aufgestellt wurden.
Somit ist die Gesinnung zum Nationalsozialimus und dessen Gräueltaten ein weiteres mal bestätigt.

Sollten weitere solcher „Flugblätter“auftauchen oder gesichtet worden sein, bitten wir dies zu melden, unter rezisti-nm@web.de