Archiv für Juli 2010

Müll mopsen ist kein Verbrechen!

Am 14.07. standen im Neumarkter Amtsgericht 2 junge Männer vor Gericht, da sie abgelaufene Lebensmittel aus einem „PennyMarkt“-Container entwendeten. Der angebliche Gesamtwert betrug etwa 6 Euro. Gegen diesen Justiz-Schwachsinn wurde natürlich öffentlicher Protest von autonomen Aktivisten demonstriert.

Flugblatt:

Eine Stunde lang wurde ein Transparent vor dem Rathhaus aufgespannt mit dem Titel: „Müll mopsen ist kein Verbrechen“.
Davor wurde eine Mülltonne mit containertem Gut aus Supermarkt-Mülltonnen aufgestellt und eine „Container“-Szene nachgestellt. Containern bezeichnet das verwerten von abgelaufenen Lebensmitteln, welche massenweise Täglich von Märkten weggeworfen werden, aufgrund des abgelaufenen Mindesthaltbarkeitsdatums (Die Ware ist zu diesem Punkt ja MINDESTENS haltbar…) oder Schönheitsmängel.
Vorbeilaufende Passanten nahmen die Flyer entgegen und sprachen sich grösstenteils gegen ein Gerichts-Verfahren aus.
Der Saal war prall gefüllt von Symphatisanten und Aktivisten.
Die Gerichtsverhandlung wurde immer wieder massiv von den Zuschauern gestört, welche ihren Unmut gegen diese Geldverschwendung und Justiz-Willkür in Form dieses Prozesses laut taten.
Schon bei der Anklageverlesung konnten sich einige Zuschauer das lachen nicht verkneifen und von Beginn an wurde die Autorität des „hohen Gerichtes“ untergraben.

Die Zeugen bestanden aus den Polizisten, welche die bösen Diebe auf frischer Tat ertappt hatten und einer Penny-Markt-Arbeiterin. Die Aussagen der Polizisten widersprachen sich und im Endeffekt wusste keiner so genau woher die Lebensmittel eigentlich stammten.
Die Mitarbeiterin verstand ebenso wie wir den Sinn der Anklage nicht und machte auch nicht sonderlich viel Angaben zu der Sache, es war keine Straftat zu erkennen.

Richterin Gebauer, sichtlich genervt, beharrte jedoch ununterbrochen darauf das es sich bei der „Tat“ um Diebstahl handelt.
Tja, sie würde lieber den „Müll“/Lebensmittel im Namen des DEUTSCHEN RECHTES vergammeln lassen.

Nach einer Weile platzte unser Richterin der Kragen, mit Knallrotem Gesicht schrie sie durch die Gegend und liess den Gerichtsaal räumen. Die Verhandlung wurde gesprengt, sozusagen.

Das Ende vom Lied:
Bei Einem der Angeklagten wurde die Sache eingestellt, aber nur weil er noch nicht vor Gericht stand.
Dem Anderen wurden 20 Arbeitsstunden aufgebrummt, dafür das er sich an der Wegwerfgesellschaft laben wollte.

Gebauer teilte den Angeklagten mit, nachdem diese eine Einstellung gegen Spende forderten, das dies nicht möglich sei. Was natürlich nicht stimmt und für uns weitere Willkür darstellt.


Schluss mit Kriminalisierung von sinnvollem Recycling! Wegwerfgesellschaft und Justiz-Willkür entgegentreten!

müll
Nachgestellte „containering“-Szene.

Kundgebung vorm Rathhaus gegen Justiz-Schwachsinn.
Container
Sei Schlau.

Zeitungsartikel:
http://gestern.nordbayern.de/artikel.asp?art=1261224&kat=16&man=4

http://container.blogsport.de/

1. antinationales Fussballturnier, Neumarkt


Am 26.06. fand in Neumarkt das erste antinationale Fussballturnier gegen den WM-Hype statt.

Bei gleissender Hitze trafen sich etwa knapp 40 Personen am Fussballplatz im Park, die Location wurde aber kurzdarauf gewechselt auf den Bolzplatz im Faberpark.

Es wurden 5 Teams mit je 5 Spielern ausgelost.
Gespielt haben
-FC Froschkotze
-Anarchie 99
-A-Team
-Krawallos
-ab.dafür

Nach Stunden erbitterten Fussballduellen, Vokü, Musik aus dem Ghettoblaster, einer aus Wut zerissenen „roten Karte“ und einer „Flitzer-Aktion“ eines Fans zeichnete sich am Ende des Turniers der Sieger heraus:

der Wanderpokal geht an das A-Team!

Herzlichen Glückwunsch und an alle vielen Dank fürs Mitmachen!
Der Fussball-Cup war eine gelungene Aktion, spassig aber auch extrem anstrengend, gab ein sehr schönes, buntes Bild ab und wird definitiv nächstes Jahr wiederholt.

Fussball ohne Geld, Nationen-Wahn und Ausgrenzung!
Reclaim the Game!


Sieger: A-Team!

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http://viewmorepics.myspace.com/index.cfm?fuseaction=user.editAlbumPhotos&albumID=1128931

antifaschistisches Grillfest

Am 19.06. lud das Hausprojekt „alte Schule“ zu einem antifaschistischen Grillfest im Hof ein.
Dem Aufruf folgten etwa 40 hungrige Menschen aus Neumarkt, Nürnberg und Umgebung.

Bei einer ausgelassenen Stimmung und gutem veganen/vegetarischem Essen, wie Sojaburger, Tofuspiessen und verschiedensten Salaten und Sossen wurde bis in frühen Morgenstunden gefeiert.

Dieser Abend verschaffte vielen Menschen einen Einblick in die alte Schule, welche es bisher noch nicht geschafft haben sie zu besuchen oder keinen treffenden Anlass fanden.

Bis zum nächsten mal,
danke für alle die Essen mitgebracht haben! :D


Flyer

Tofu-Gemüse-Spiesse

vegane/vegetarische Kost


Feuershow

myspace.com/wohnprojekt-alte-schule
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