Archiv für Dezember 2009

Landkreis ist aktiv bei «Schule ohne Rassismus»

antifa
Gefahr von rechts: Schüler wollen Engagement

NEUMARKT (hol) – Gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorzugehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft zu leisten – das sind die Prinzipien von «Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage» (SOR-SMC). Und diesen verpflichteten sich drei Landkreis-Schulen offiziell.

Erster Teilnehmer war die Berufsschule im Juni 2008. Hier hatten Jugendliche des Fachbereichs Wirtschaft/Bürokaufleute das Verfahren ins Rollen gebracht, sie sammelten mindestens 70 Prozent der Unterschriften von Schulangehörigen und feierten ihre Auszeichnung mit Innenminister Joachim Herrmann.

Seitdem engagieren sich die Schüler immer wieder in Projekten, fahren zum Beispiel zu Seminaren ins Nürnberger Dokuzentrum. Durch Rollenspiele sollen Gruppendynamik und -druck vorgeführt werden. Besonders beeindruckt hat die Jugendlichen der Besuch von Franz Rosenbach, selber KZ-Überlebender. «Viele waren sehr berührt», meint Sozialkundelehrer Thomas Trappe.

Er hofft, dass die Aktionen die Schüler dazu bringen, ihre Vorurteile zu reflektieren. Rassismus sei an der Berufsschule kein generelles Problem, obwohl es einige wenige gebe, die wohl mit Rechts sympathisierten. Im nächsten Sommer wird dann auch das Thema «Ausländer» aufgegriffen. Es gibt ein Treffen mit dem Bundesamt für Migration, «ich stelle oft fest, dass die Jugendlichen fast nichts über die Thematik Asyl wissen», so Trappe.

Im WGG findet sich die AG «Wir gegen Gewalt», die sich gegründet hatte, nachdem die NPD an den Fahrradständern Flyer verteilt hatte, gerade wieder zusammen. Manche Ideen werden gewälzt, spruchreif ist noch nichts. Das Gymnasium ist der jüngste Landkreis-Teilnehmer im SOR-SMC-Kreis. Man wolle Courage fördern, so Schulleiter Bernhard Schiffer. Das gehe über den Umgang mit der NPD hinaus. Beeindruckend sei der Beitrag der Schüler, «die fordern Engagement noch mehr als die Lehrer», so Schiffer. Man sei gut vernetzt, tausche sich auch immer wieder mit dem Kreisjugendbüro aus.

Werte von Maximilian Kolbe

In der FOS/BOS wird schon kommende Woche die nächste Veranstaltung unter dem Mantel «Schule ohne Rassismus» stattfinden. Es gebe eine plastische Darstellung mit Sprechtheater, so Schulleiter Reinhard Hornauer, eine 13. Klasse habe die Werte des Schulpatrons Maximilian Kolbe herausgearbeitet, der von den Nazis im KZ ermordet wurde. Schon allein wegen Kolbe sei man verpflichtet, sich gegen Rassismus zu engagieren, so Hornauer. Die Teilnahme an dem Schulprojekt sei ein weiterer Baustein.

Auch eine SOR-SMC werden will die Grund- und Hauptschule Berngau. Die nötigen Unterschriften sind längst gesammelt, die Aufnahme ins Projekt scheiterte bisher an einem profanen Problem: Die Schüler konnten sich nicht auf einen Paten einigen, der ihr Engagement begleiten wird.

(Zeitungsartikel)

BERICHTE SCHREIBEN!!!

Diese Seite soll der Vernetzung, der Information und der Planung dienen.
Im Umkreis gibt es etliche zusammenhangslose Gruppierungen und Menschen die aktiv gegen Rechts sind.
Dies gilt es zu fördern und zu connecten. Zusammen und geschlossen können wir mehr erreichen!

!!MACHT MIT!!

Nur durch aktives Unterstützen können wir ein starkes, antifaschistisches Netzwerk errichten.

Demo-Berichte, Aktionen, Sichtung von Nazi-Aufklebern/Schmierereien, vertuschte Wahrheiten, Aktionen gegen Rechts, all das soll hier gepostet werden.

Falls ihr Berichte, Termine, Bilder zum Thema Antifa/ Antispe/ Antikap/ etc. im Umkreis Neumarkt Oberpfalz und Umgebung posten wollt, wenn Ihr Opfer oder BeobachterIn von Nazi-Aktivitäten seid, sendet uns das ganze an die Mail-Adresse

REZISTI-NM@web.de

Dabei ist prinzipiell jede Information gefragt, auch dann, wenn sie auf den ersten Blick nicht aussagekräftig wirkt. Grundsätzlich sollten Beobachtungen so schnell wie möglich schriftlich niedergehalten werden, denn ein längerer zeitlicher Abstand zum Ereignis erhöht die Wahrscheinlichkeit, relevante Details zu vergessen. Selbstverständlich sind auch aktivitätsunabhängige Beobachtungen von Bedeutung. Solltet Ihr auffällige Einzelpersonen, Gruppen, Treffpunkte o.ä. kennen, ist eine nicht minder bedachte Zusammenstellung und Übermittlung entsprechender Informationen gewünscht.

Wir werden den Beitrag nach kurzer Prüfung online stellen.
Aber Vorsicht: Auch unliebsame Gruppierungen und Personenkreise besitzen das world wide web…
Insbesondere strafrechtlich relevante Aktivitäten von Nazi-GegnerInnen gehören in keine Mail, dies kann ggf. zu behördlichen Verfolgungen führen!
Das heisst: Belastet euch oder Freunde in Mails nicht selbst.

Macht diese Seite puplik, damit jeder sich mit einbringen kann und auf den neuesten Stand der Dinge ist.

alerta Antifascista!
antifa

Infos zu NPD-Neumarkt

Laut Angaben auf der NPD-Seite Neumarkt sind dies die wahren Ergebnisse der Bundestagswahl, ohne Medien-Vertuschung. Nunja, was auch immer damit gemeint ist.

232 Amberg (umfasst deie Landkreise Neumarkt mit Stadt Neumarkt, Amberg-Sulzbach, kreisfreie Stadt Amberg):
Erststimmen: 2,5% (3.818 Stimmen)
Zweitstimmen: 1,9% (2.827 Stimmen)

Ergebnis zu 2005: 2,2% (+201 Stimmen) 2,0% (-444 Stimmen)

Hier einige Informationen zum stellvertretenden Bezirksvorsitzenden der NPD-Neumarkt:

Heidrich Klenhart
Jahrgang. 1975

Grafiker/ Selbstständig

Adresse:
Am Anger 7
92353 Postbauer-Heng

Tel.: 09188-307979

NPD-Stand in Neumarkt

Der NPD-Kreisverband Neumarkt-Amberg meldete unter dem Motto „Die Globale Krise meistern – Ja zu raumorientierter Volkswirtschaft“ einen politischen Infostand für Samstag, 16. Mai 2009 auf dem Platz vor dem Rathaus am oberen Markt an um für Klenhart zu werben.

Wiener, Kreisvorsitzender in Regensburg, wurde am 5. Dezember auf dem Bezirksparteitag des NPD-Bezirksverbandes Oberpfalz in Postbauer-Heng (Landkreis Neumarkt) zum Nachfolger von Patrick Schröder (Jg. 1983), zuletzt NPD-Bundestagskandidat, gewählt. Der ehemalige Anführer der Kameradschaft „Asgard Ratisbona“ Wiener war am 8. Dezember 2004 der NPD beigetreten. Stellvertretender Bezirksvorsitzender ist weiterhin Heidrich Klenhart (Jg. 1975) zugleich NPD-Kreisvorsitzender Neumarkt. Das Amt des Bezirksgeschäftsführers und -schatzmeisters hat erneut Karsten Panzer (Jg. 1970) inne. Den Vorstand komplettieren Harald Merl (Jg. 1970) und Robin Siener („Widerstand Cham“), die beide dem rund 20 Mitglieder umfassenden NPD-Kreisverband Cham-Schwandorf angehören. Der knasterfahrene Neonazi Siener ist Mitglied der braunen Gefangenenhilfeorganisation HNG. Zugegen beim Bezirksparteitag waren der bayerische NPD-Landesvorsitzende Ralf Ollert, der bayerische NPD-Landesgeschäftsführer Axel Michaelis und die NPD-Bundesvorstandsmitglieder Uwe Meenen und Ulrich Pätzold.

NPD-Treffen in Postbauer-Heng!

Polizei beobachtet Landes- und Bezirksparteitag – Postbauer-Heng will für den Ruf der Gemeinde kämpfen.

Die NPD kehrt wieder im Landkreis Neumarkt ein
POSTBAUER-HENG/BUCH (hol) – Die NPD hat sich zwei Mal in den vergangenen Wochen in einem Gasthaus in Buch bei Postbauer-Heng getroffen. Gemeinde und Landratsamt bekamen davon nichts mit, die Polizei allerdings beobachtete die Treffen.

Man sei im Vorfeld von der Staatsschutzbehörde auf die Veranstaltungen aufmerksam gemacht worden, sagt Jörg Degenkolb, stellvertretender PI–Leiter in Neumarkt. Am 28. November hatten sich rund 100 NPDler zum Landesparteitag in Buch getroffen, eine Woche später etwa 30 zum Bezirksparteitag. Die Polizei beobachtete die Treffen, die mehrere Stunden gedauert hätten, erklärte Degenkolb. Es sei aber alles ruhig geblieben.

Der Wirt, in dessen Wirtschaft die Veranstaltungen nach Polizeiangaben statt gefunden haben, bestreitet, der NDP einen Raum gegeben habe. Die Rechten sei zwar vor seiner Tür gestanden, so der Bucher gegenüber den NN. Bei ihm sei jedoch kein Platz gewesen und «nach der Geschichte vor vier Jahren» habe er die Rechten auch nicht unterbringen wollen. Schon 2005 hatte sich die NPD in der Wirtschaft zum Landesparteitag getroffen. Damals hatte sich dagegen in Politik und Bevölkerung Widerstand formiert, nachdem die Veranstaltung bekannt geworden war.

Carolin Braun, Kreisvorsitzende der SPD, hat auch gehört, dass sich die NPD – allen Beteuerungen des Wirts zum Trotz – in seinem Gasthaus getroffen hat. Sie befürchtet, dass sich die Partei noch mehr radikalisiert. Bei der Bezirksversammlung hatte die NPD einen neuen Vorsitzenden gewählt, der mit dem «Freien Netz Süd» in Verbindung gebracht wird. Dieses sei gewaltbereiter und habe auch bei Aufmärschen wie in Gräfenberg mitgemischt, so Braun, die sich stark gegen Rechts engagiert.

«Mit Füßen abstimmen»

Die Bevölkerung in Postbauer–Heng könne nur eines tun, wenn sie Treffen der NDP in ihrem Gemeindebereich verhindern wolle: «Sie können Druck auf den Wirt ausüben und mit den Füßen abstimmen.»

Horst Kratzer, Bürgermeister in Postbauer-Heng, will mit dem Wirt das Gespräch suchen. Man könne die Treffen nicht verbieten, da sie nicht unter das Versammlungsrecht fielen, müsse aber auf den Ruf der Gemeinde achten; und auch die Reputation der Wirtschaft sei betroffen. Kratzer betont, er habe von dem Treffen nichts gewusst. Aufgefallen sei zu dem Zeitpunkt nur ein Kranz am Friedensmal vor St. Elisabeth. Dieser sei entfernt worden, da man seine Herkunft nicht kannte.

Auch im Landratsamt wusste man bis zum Anruf der NN nichts von der NPD-Veranstaltung. Man müsse allerdings versuchen, alle radikalen Tendenzen zu unterbinden. Der Landkreis ist auch Mitglied in der «Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg». Die Mitglieder haben sich verpflichtet, den Widerstand gegen rechtsextremistische Aktivitäten zu stärken.
(Zeitungsartikel)

Postbauer-Heng: Drohung der Neonazis wird ernst genommen

GRÄFENBERG – Neonazi-Alarm in Postbauer-Heng: Es gibt ernst zu nehmende Hinweise darauf, dass sich die Rechtsextremisten nun am Fuße des Dillbergs breit machen wollen. Zuvor war Gräfenberg im Landkreis Forchheim erklärtes Ziel der Rechten.

Die oberfränkische Gemeinde hat den unerwünschten Besuchern stets die Stirn geboten – mit zum Teil überraschenden Aktionen. Rund 60 Kilometer trennen die Marktgemeinde Postbauer-Heng und das Städtchen Gräfenberg in Oberfranken voneinander. Mit dem Auto eine knappe Stunde Fahrzeit. Wer in die 4.000-Einwohner-Gemeinde in Oberfranken eintaucht, der sieht in erster Linie einen idyllischen Ausflugsort. Am Marktplatz gluckert der Dorfbrunnen, zwei Tore umrahmen die Szene schützend und über allem wacht das historische Rathaus in ganzer Pracht.

«Gräfenberg, wir kommen wieder!»

In den vergangenen Jahren aber gab es hier auch ganz andere Bilder. Etwa diese: Das Licht der Fackeln wirft tanzende Schatten an die Häuserwände. Trommelschläge hallen durch die Nacht. Stiefel hämmern auf das Kopfsteinpflaster. «Bürger lasst das Glotzen sein, reiht euch in die Schlange ein», skandieren die Träger rechter Parolen mit gezackter Flammenschrift. Und dann: Einfach ignorieren?

Als die Neonazis sich erstmals über Gräfenberg hermachten – unter anderem wegen des für ihren Heldenkult günstig gelegenen Kriegerdenkmals –, wusste man noch nicht, wie man mit dieser Art von Besuchern umgehen sollte. «Lasst sie doch laufen», «Einfach ignorieren, die gehen schon wieder», «Bietet ihnen kein Forum» – so wollten es nicht wenige handhaben. Heute ist Karin Bernhart vom Bürgerforum Gräfenberg froh, dass die Mehrheit anders entschieden hat. Sicher, der Widerstand war oft anstrengend. «Wir sind ja auch keine Berufs-Demonstrierer», hat ein Bürger einmal gesagt, als er fast jede Woche den Neonazis eine klare Absage erteilt hat. Der Widerstand war so bunt wie die Demokratie selbst. Unvergessen, als die Rechten sich nächtens zu einem GEFAHR VON RECHTS mystischen Fackel-Marsch versammelt hatten und sich plötzlich im gleißenden Licht eilig herbei geschaffter Flutlichter wieder fanden. Oder als Dutzende Nikoläuse den Braunen die Rute zeigten.

Farbe bekennen

Auch vor Schockierendem schreckten die kreativen Bürger nicht zurück: Während die Rechten ihre Reden schwangen, wurden Bilder von KZ-Opfern in ihre Nähe projiziert. Aktionen wie diese sind der stellvertretenden Neumarkter Landrätin Carolin Braun (SPD) gut bekannt. «Beispiele wie Wunsiedel und Gräfenberg haben gezeigt: Es ist wichtig, Farbe zu bekennen», sagt die Initiatorin des Aktionsbündnisses gegen Rechts im Landkreis Neumarkt. Ihrer Meinung nach ist die Drohung der Rechtsextremisten, nun nach Postbauer-Heng zu kommen, äußerst ernst zu nehmen. Schon jetzt sei verstärkt Zivilcourage gefordert.

Wenn der braune Spuk wirklich beginne, müsse man deutlich zeigen, was davon zu halten ist. «Wie der Widerstand dann aussieht, muss individuell entschieden werden – da gibt es keine Vorgaben», sagt Braun. Wichtig sei nur zweierlei: Sich nicht auf das Niveau der Nazis herabbegeben! Keine Gewalt! In Gräfenberg hat sich der lange Atem ausgezahlt: Nach mehr als zehn Jahren haben die Neonazis die Lust verloren, das Bürgerforum wurde mit Preisen überhäuft und über Deutschland hinaus gilt Gräfenberg nicht als braunes Nest, sondern als kleines Städtchen mit großer Zivilcourage.

(Zeitungsartikel)

Dies bedeutet massiven Druck auszuüben!!!
Seid Kreativ. Zeigt den Faschisten das Buch nicht der Ort ihrer Träume werden wird!!
Lasst euch etwas einfallen!

KEIN FUSSBREIT DEN FASCHISTEN!!! KEINE NAZI-BELAGERUNG IN POSTBAUER!!!

Bitten um Informationen zwecks der besagten Wirtschaft.

(älterer Artikel nach dem allerersten Treffen in der Wirtschaft)
http://www.nm-online.de/artikel.asp?art=363688&kat=16&man=3
Wer weitere Infos hat, bitte schnellstens melden!

NPD Neumarkt – Der nächste bitte!

npd
Bei einem Bezirksparteitag der oberpfälzischen NPD wurde der bisherige Bezirksvorsitzende in die Wüste geschickt; der neue Chef ist ein politischer Grobmotoriker. Mit der Personalentscheidung rückt der Bezirksverband näher an das neonazistische „Freie Netz Süd“ heran. Eine Woche davor fand im gleichen Lokal ein Landesparteitag der bayerischen NPD statt.

Schon vor über einem Jahr hatte „redok.de“ berichtet, dass die NPD in der Oberpfalz wenig Glück mit ihren Vorsitzenden hat. Der frühere Bezirkschef Stephan Göbeke-Teichert war aus der Partei gefeuert worden, nachdem er sich angeblich für private Zwecke aus Parteikassen bedient hatte. Sein Nachfolger war Patrick Schröder, der mit einem Praktikum bei der NPD-Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern und adretter Präsentation auf Wahlplakaten offenbar als hoffnungsvoller Nachwuchsfunktionär aufgebaut werden sollte.

Tatsächlich brachte Schröder es in Bayern zum NPD-Landesorganisationsleiter, doch im heimischen Bezirk Oberpfalz lief ihm die Gefolgschaft davon. Konkurrenten wie der mehrfach vorbestrafte Robin Siener vom Kreisverband Cham hatten sich dem „Freien Netz Süd“ (FNS) angeschlossen, das sich vor einem Jahr von der NPD abgespalten hatte. Auch in anderen Kreisverbänden hatte Schröder bald keinen Rückhalt mehr; sein Bezirksgeschäftsführer Karsten Panzer gehört ebenfalls zu den FNS-Freunden innerhalb der Partei. Nach außen trat der NPD-Bezirksverband ohnehin meist in Person des stellvertretenden Bezirkschefs Heidrich Klenhart (Postbauer-Heng, Landkreis Neumarkt) auf, der vor dem Parteikassen-Leerer Göbeke-Teichert selbst schon Bezirksvorsitzender gewesen war.

Eben dort in Postbauer-Heng (Ortsteil Buch) fanden nun im Abstand von einer Woche gleich zwei NPD-Parteitage statt: zunächst Ende November ein Landesparteitag und am 5. Dezember ein Bezirksparteitag. Als neuer Bezirks-Chef wurde dort von etwa 30 Parteimitgliedern der Regensburger Kreisvorsitzende Willi Wiener gewählt, der dort zwar noch nicht viel für die Partei bewegt hat, aber dafür als politischer Grobmotoriker bekannt ist. Innerparteiliche Opponenten hatten ihn schon mal als „Zivilversager“ und „Berufsdemonstrant“ bezeichnet.

Wiener hat in den letzten Jahren einige Verurteilungen einsammeln können: Ende 2007 war er wegen einer illegalen Demo in Regensburg zu einer Geldstrafe von 600 Euro verurteilt worden. Auf ebenfalls 600 Euro lautete die Strafe wegen übler Nachrede im April dieses Jahres.Bereits im Mai folgte die nächste Geldstrafe wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte: Wiener hatte bei der Randale im Umfeld der Beerdigung des Altnazis Friedhelm Busse im Juli 2008 einen Polizisten angegriffen.

Nun wurde der 37-jährige Wiener „mit sehr deutlicher Mehrheit“ zum neuen NPD-Bezirkschef gewählt, wie eine Webseite des „Widerstand Tirschenreuth“ vermeldete. Der abgewählte Bezirksvorsitzende Schröder wurde mit keinem Wort erwähnt; der Partei selbst war der Wechsel im Vorsitz keine eigene Meldung wert. Im Amt bestätigt wurden Stellvertreter Klenhart und Bezirksgeschäftsführer Panzer; als Beisitzer im Bezirksvorstand wurden Robin Siener und Harald Merl gewählt.

Bei dem eine Woche zuvor stattfindenden Landesparteitag mit etwa 100 Teilnehmern hatte die bayerische NPD offenbar keine Personalentscheidungen zu treffen. Stattdessen wurden vier Resolutionen zum „Kampf um Einheit und Freiheit“, gegen die „Gesinnungsdiktatur“, für ein „Recht auf Arbeit für alle Deutschen“ und zur Hochschulpolitik verabschiedet. Unter anderem soll nach dem Willen der bayerischen NPD die Bundespartei Anstrengungen unternehmen, die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts zum § 130 Abs. 4 von europäischen Gerichtshöfen korrigieren zu lassen.

Der Tagungsort in einem Gasthof in Postbauer-Heng hatte schon vor vier Jahren ebenfalls durch einen NPD-Landesparteitag für Unmut bei den Einwohnern gesorgt. Im Juli 2005 hatte der Wirt erklärt, er habe externer Linkauf den Umsatz durch diese Veranstaltung nicht verzichten können. Jetzt externer Linkbestritt der Wirt sogar, dass die NPD in seinem Landgasthof getagt habe.

http://www.redok.de/content/view/1604/36/

Twister Nazi-Frei

antifa nm
Vor 2 Wochen fand in der Kneipe Twister, in Neumarkt eine Veranstaltung von Kore Unchi statt.
Die Stimmung war gut, der Laden war knallvoll.
Zu späterer Uhrzeit stieß allerdings ein etwas weniger erfreulicher Gast in die Runde dazu, ein ca. 35 – 40 Jähriger Neo-Nazi mit seiner Frau (oder was auch immer) und stellte sich an die Bar.

Der Neo-Nazi ist ein alter Bekannter und ist immer wieder bei Nazi-Treffs zu sehen, auch bei einer Massenschlägerei vorm Twister mit einer Gruppe Linker, ende 2008 war er an vorderster Front mit dabei.

Als einigen Leuten langsam dämmerte wen sie da vor sich haben, ging der Tummult los.
Verbale Attacken folgten, man forderte ihn mehrmals auf die Räumlichkeit sofort zu verlassen, da man keine Faschisten unter den feiernden Leuten dultet. Die Besitzer des Twisters allerdings störte das auch wenig.
Erst als erste Schubsereien und spritzende Bierfontänen in sein Gesicht begannen, wurden auch der Rest des Twisters auf den Faschisten aufmerksam und es bildete sich eine massive Menschentraube um die Bar.

Die Securitys schirmten den, sichtlich sehr nervösen, Fascho ab von etwa 20-30 Leuten ab, die ihn nur noch anschrien er solle sich endlich verpissen.
Dabei liefen fördernde Tracks wie „Raven gegen Deutschland“ und „Hetzjagdt auf Nazis“, was die ganze Stimmung deutlich hob. Ein wütender Mob schrie im Chor nur noch Parlen wie „alerta Antifascista“ und „Hau ab“.

Mit soetwas hatten wohl auch nicht die „Hells-Angels“-Securitys gerechnet.

Das ganze Zog sich etwa 20 Minuten. Irgendwann sah man ein, dass sich die Stimmung nicht eher beruhigen ließe, bevor der Nazi nicht verschwindet. Einige Leute pissten sich noch auf, das man keinen Aufstand machen solle, wurden aber gekonnt von der Masse ignoriert und stehen gelassen.

Letztendlich wurde der Fascho aus dem Twister geschleust und man ließ 10 Minuten keine Menschen mehr aus der Kneipe (!!!) um zu gewährleisten das dem Faschisten nichts passiert und er die Flucht ergreifen kann.

So ein geschlossenes Aufgebot von Leuten die gemeinsam ein Zeichen gegen Rechts im Twister gesetzt haben, erlebt man selten, vor allem in Neumarkt.
Schön und weiter so.

Nazis raus aus unseren Kneipen!!!

j
RECLAIM YOUR LOCAL BAR! Freiräume freiräumen!

Mahnwache gegen Angriff durch Rechts


Vor wenigen Monaten wurde ein 22-Jähriger am helllichten Tag, mitten in der Stadt von einem Neo-Nazi mit einer Glasflasche angegriffen und zusammengeschlagen.

Am 25.11.09 fand die Gerichtsverhandlung statt, im Rahmen dieser Verhandlung wurde zuvor eine Mahnwache für Todesopfer rechter Gewalt abgehalten. Der 17. Todestag Silvio Meiers letzten Samstag und der Mord an Iwan Chutorskoi in Moskau letzte Woche gaben zusätzlich Anlass den sich häufenden Gewalttaten der Faschisten entgegenzutreten und ein Zeichen zu setzen. Auch im Hinterland.
Um 12:30 Begann die Mahnwache vor dem Neumarkter Rathhaus, nachdem die Stadt wie erwartet die Kundgebung vorm Amtsgericht zurückgewiesen hatte.

Es wurde Mahntaflen aufgestellt, mit Fotos von 5 bekannteren Fällen von Neo-Nazis ermordeter Menschen. Silvio Meier, dessen Todestag sich letzten Samstag zum 17.mal gejährt hatte, Marinus Schöberl, der per sogenannten „Bordsteinkick“ hingerichtet wurde, Carlos J. Palomino, der in Madrid unter ähnlichen Umständen wie Silvio Meier ums Leben kam, Alberto Adriano der in Dessau zu Tode geprügelt wurde und der erst letzte Woche in Moskau erschossene Iwan Chutorskoi.
Das diente dazu um die mörderische Wahrheit für Passanten anschaulicher zu machen.

Es versammelten sich ca. 30 Menschen um den Opfern zu Gedenken und um ein entschlossenes Zeichen zu setzen, viele Passanten blieben neugierig stehen, erkundigten sich und nahmen Flyer entgegen.
Der Polizei-Einsatz war wieder mal maßlos übertrieben und typisch für die Helden der Neumarkter PI.

Eine mehrere Meter lange Todesliste von Neo-Nazi-Opfern (seit 1990 in DE) wurde über den Rathhaus-Platz gelegt, um die Namen der Ermordeten Schwarz auf Weiss zu haben.

Um 13 Uhr gab es einen kleinen Redebeitrag, in der es um die zunehmende rechte Gewalt geht, in Neumarkt, in Deutschland und überall.
13:30 Uhr wurde die Mahnwache aufgelöst und die Gruppe ging geschlossen zum Amtsgericht, wo schon eine Schwadron Cops wartete, die provozierend die Verhandlungs-Besucher filzten. Der Saal war überfüllt mit Symphatisanten des Opfers, viele mussten der Übefüllung wegen draussen warten.
Mit derartigen Protesten hatte das kleine Kaff nicht gerechnet!

Zum Hintergrund der Verhandlung:
Vor ein einigen Monaten wurde ein auf einer Bank sitzender Antifaschist am helllichten Tag, mitten in der Stadt Neumarkt (unterer Markt) von einem vorbeilaufenden Neo-Nazi angegriffen. Es begann mit pöbeleien, als sich der Antifa von der Bank erhob wurde er mit einer Glasflache attackiert und mehrere Schläge ins Gesicht verpasst. Der Antifaschist konnte sich aufgrund des Überraschungseffekts kaum wehren und landete auf der Bank im Schwitzkasten des damals 19-Jährigen Faschisten, welcher ihm 3 Dreadlocks vom Hinterkopf herauriss, ihm in den Hals biss und versuchte mit seinen Fingern in seine Augen zu drücken.
Mehrere schockierte Passanten blieben tatenlos vor den beiden stehen, bis irgendwann 2 Freundinnen des Antifas eingriffen. Der Maletrierte war mit Blessuren übersäht, sein Gesicht war in Sekunden angeschwollen, mit Blut verschmiert und zerkratzt.
Seltsamerweise rief der Nazi, während er auf dem Antifa saß, einem Passanten zu, er solle die Polizei holen. Verschwommene Realität oder Flucht nach vorne.

Der Nazi ließ von ihm ab, als die 2 jungen Frauen ihn wegzerrten.
Bei dem Angriff wurde das Hemd des Faschisten zerissen und ein großes Hakenkreuz auf einem Reichskriegsflaggen-Hintergrund blitzte tattowiert auf seiner Brust hervor. Die Hunde, die in Begleitung des Opfers waren bekamen zudem den einen oder anderen Tritt ab, als sie verwirrt und aufgebracht den Neo-Nazi ansprangen.
Als der Angreifer die Flucht ergriff wurde der Antifaschist einige Gassen weiter von der Polizei aufgegriffen, er bestand auf sein Aussageverweigerungsrecht.
Der Neo-Nazi hat sich selbst bei der Polizei gemeldet und versuchte die Schuld auf sein Opfer abzuwälzen.
Flucht nach vorne.
Er stellte Anzeige, der Antifaschist tat gezwungenermaßen das gleiche.
Die Anzeige gegen das Opfer wurde aufgrund Zeugenaussagen fallengelassen.

Hätte der Faschist keine Anzeige gestellt, wäre das ganze niemals vor Gericht gekommen und Mensch hätte sich einiges erspart.
Der NeoNazi befand sich auf Bewährung, wegen einer ähnlichen Sache, als es im Neumarkter Stadtpark vor 2 Jahren zu einer brutalen Auseinandersetzung zwischen Neo-Nazis und Linken kam. Baseballschläger und ähnliches waren dabei im Spiel, der Faschist an vorderster Front.

Anhänger vom Angeklagten ließen sich nicht blicken. Die Verhandlung zog sich 2 Stunden, das Opfer hatte vor seiner Aussage im Gericht noch einmal betont, er hätte das ganze gerne anders geklärt, habe sogar versucht die Anzeige zurückzuziehen, was nicht mehr möglich war, angeblich zwecks öffentlichen Interesses.
Er betonte das er das Gericht und seine Instutionen genauso ablehne wie Faschisten und nichts davon hält.
Das brachte ihm nur Unglaubwürdigkeit beim Staatsanwalt ein und ein kurzes Wortgefecht.
Letztendlich, nach den Aussagen der Zeuginnen, wurde der Neo-Nazi zu 1 Jahr und 9 Monaten ohne Bewährung verurteilt.

Knast macht die Leute sicher nicht besser und das ist ganz sicher nicht die Lösung des Problems, so wie es oftmals geglaubt wird.
Wegsperren ist nicht der Weg Menschen zu einem anderen Denken zu bewegen.
Niemand weiss wie das ganze ausgegangen wäre, hätte es sich in einer menschenverlassenen Gegend abgespielt. Ohne Passanten. Ohne das Eingreifen der Freundinnen.

DIe Gedenkmahnwache war im Zusammenhang mit der kollektiv besuchten Verhandlung ein grosser Erfolg.

KEIN VERGEBEN. KEIN VERGESSEN.
Auch nicht im hintersten Kaff wie Neumarkt Oberpfalz!
FÜR MEHR ZIVILCOURAGE GEGEN RECHTE GEWALT!
TATEN STATT WEGSEHEN!

Zeitung:
http://www.nm-online.de/artikel.asp?art=1129684&kat=16

der Artikel befindet sich auch auf Indymedia


Im Gerichtsgebäude wurden massive Kontrollen durchgeführt.


Ein vollkommen übertriebenes Aufgebot von provozierenden und beleidigenden Polizisten.


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