Archiv für Juli 2007

Angriff auf Alternative im Stadtpark

rezisti
Bei einer Massenschlägerei im Juli 2007, im Neumarkter Stadtpark prügelten am Freitag Jugendliche mit Baseballschlägern aufeinander ein.
Nach Auskunft der Polizei handelte es sich bei den Beteiligten der Schlägerei um zwei Jugendgruppen, die offenbar miteinander rivalisierten.

Zu den Hintergründen:
Anfang Juli, 2007 griff eine Gruppe von ca. 20 NeoNazis eine Grupen von etwa 8 Punks und Alternativen im Stadtpark an, die Situation eskalierte direkt vor den geschockten Besuchern des Parkcafes.

Laut Berichten wurden Baseball-Schläger geschwungen, Steine geworfen und Glasflaschen benutzt, es war eine heftige und brutale Auseinandersetzung, die Punks waren grösstenteils vermummt und wehrten sich gegen die angreifenden Nazis.
Der Spuk war nach etwa 10 Minuten wieder vorbei, die Gruppen teilten sich, sammelten ihre Verletzten ein und verschwanden in verschiedene Richtungen.

Dieser geplante Überfall von den Faschisten, welche überwiegend aus dem Dorf Berg stammen, zeigt eine neue Dimension von Gewaltbereitschaft in Neumarkt durch „Nationale Sozialisten“.

Auf der Seite der Faschisten gab es überraschenderweise erheblich mehr Verletzte, als die zu diesem Zeitpunkt in der Unterzahl gewesenen Alternativen.

Von den Punks wurden 2-3 Personen aufgegriffen, die komplette Nazi-Mannschaft wurde von der Polizei in der Kneipe Mash (welche Bekannt als Nazitreffpunkt ist) gestellt.

Ab diesem Zeitpunkt begannen die Schikanen und Repressionen gegen Linke in Neumarkt, Wohnungen wurden durchsucht, Menschen stundenlang verhört und mehreren Menschen wurde „Landfriedensbruch“ angehängt.

Für Aufregung sorgte dabei eine Durchsuchung einer Nazi-Wohnung in Berg, bei der eine „sprengstoffverdächtige Substanz“ entdeckt wurde. Wie der Pressesprecher der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth aber am Mittwoch mitteilte, stellte sich die Substanz bei näherer Untersuchung als „ungefährlich“ heraus.

Im Gericht wurde ein Angeklagter dazu genötigt eine Aussage zu machen, ansonsten würde die Strafe schlimmer werden, kurzerhand gestand der Angeklagte eine Tat, die er niemals begangen hatte.

Die 2 Angeklagten auf der linken Seite wurden zu Arrest verurteilt.
Auf der Seite der Nazis wurde einer zurBewährung verurteilt, die anderen zu Arrest.

Diese Aktionen von Polizei und Staatsanwaltschaft zeigen einmal mehr, in welch einem totalitären Verfolgungsstaat wir uns befinden.
Die Aktionen der Faschisten beweisen uns wieder einmal mehr, das etwas gegen rechte Gewalt getan werden muss.

Polizeibericht:
http://www.justiz.bayern.de/gericht/olg/n/presse/archiv/2007/00753/index.php

Sonstige Berichte:
http://www.neumarktonline.de/art.php?newsid=49934