R.I.P. HAUSPROJEKT „ALTE SCHULE“


Sehr geehrte Pilsacher,

nun ist es soweit, seit nun über einem Jahr wurden auch die letzten Hausbewohner der Hauptstraße 15 aus der „alten Schule“ ihres Obdachs beraubt.
Das heimliche Volksbegehren halb Pilsachs und der sehnlichste Wunsch Adolf Wolfs in seiner gesamten Laufbahn als konservativer Christ-Sozialist wurde nun endlich Wirklichkeit:

Pilsach beherbergt endlich keine alternative Kultur mehr!

Die Integrations-Unwilligen und die Nicht-Kirchgänger wurden nun vertrieben, im Winter auf die Strasse gesetzt und ihr Zuhause zerstört, als gerechte Strafe für ihr Handeln:

dem Anderssein, welches vielen Provinzlern als das personifizierte Übel erschien.

Unbehaglich beobachteten die christsozialistischen Augen Adolf Wolfs und die unzähliger weiterer Bewohner Pilsach den Einzug ihrer neuen Nachbarn in das alte Gebäude an der Hauptstraße –
Jugendliche mit bunten Haaren und einer Lebenseinstellung die nicht konform mit den völkisch-reaktionären Werten guter, alter, bayrischer Kultur sind und deshalb ganz klar ein Problem darstellten.

Wie gern hätten Vertreter des Gemeinderates eine strahlend neue Feuerwehrwache an diesem bunten Schandfleck gesehen, der letztendlich, nach allen Befürchtungen der äusserst professionellen und keinesfalls stümperhaften Beamten der PI-Neumarkt als potentielle linke Terrorzelle diente.

Zu verstehen ist Eure Frustration und Eure Wut sehr gut:
Es ist nicht schön, in einer Gegend zu wohnen, die nur unwesentlich dichter als das australische Outback besiedelt ist; und es ist ebenfalls nicht schön, wenn das kulturelle Highlight der Woche der kurze Halt des Bo-Frost-Autos ist. Wer von Euch in den Spiegel oder über den Gartenzaun schaut, der weiß:
Die Nähe zur Natur, die eingeschränkten Sozialkontakte und die geringe Auswahl an Ehe- oder Sexualpartnern machen Menschen nur selten freundlich, attraktiv oder sogar glücklich.

Die Frustration, die aus dieser misslichen Lage resultiert, und die Wut über die Unfähigkeit, den Ort der eigenen Verdummung ein für allemal zu verlassen, schlagen regelmäßig in Aggressionen gegen andere um:
Mal sind es die Nachbarn, die das Elend aufgrund der von ihnen ausgehenden totalen Überwachung tatsächlich zu einem nicht
unerheblichen Teil mitzuverantworten haben; mal sind es die Ehepartner, in denen man die eigenen Launen, Ticks und Scheußlichkeiten wieder erkennt; mal sind es die Kinder, denen man neidet, dass es ihnen möglicherweise tatsächlich einmal gelingen wird, das Dorf zu verlassen. Keine Marotte – von der Vorliebe für eine bestimmte Rasensorte bis zur Mülltonnenanordnung – ist zu klein, als dass daraus keine generationenübergreifende Feindschaft entstehen kann; kein Anlass – vom schiefen Blick bis zur falschen Betonung des Wortes „Prost“ – ist zu nichtig, als dass daraus beim Dorffest keine handfeste Auseinandersetzung entstehen kann.

All diese Auseinandersetzungen, Gehässigkeiten und Feindschaften werden allenfalls dann und auch nur zeitweise stillgelegt, wenn sich die Dorfgemeinschaft auf einen gemeinsamen Feind einigt, der verbal oder handfest durch den Ort getrieben werden kann. Diese Gegner sind bevorzugt Menschen, die besonders auffallen:

sei es, weil sie durch bestimmte Spleens oder Marotten aus der Reihe tanzen; sei es, weil sie Schwäche zeigen; oder sei es, weil sie durch Dialekt, Kleidung oder Nummernschild signalisieren, dass sie auch etwas anderes als das jeweilige Nest kennen.

Letztlich kann es aber jeden treffen. In der Bekämpfung eines gemeinsamen Feindes rücken selbst Familien zusammen, die sich seit Jahrzehnten spinnefeind sind; nur bei seiner Verfolgung stellt sich die berühmte Harmonie ein, die frustrierte Großstadtbewohner so gern auf das Landleben projizieren.

Die Schlauen wissen, dass sich ein solches Verfolgerkollektiv nach dem Prinzip einer Zwangsgemeinschaft zusammenfindet. Da die fehlende Anonymität eines Dorfes dafür sorgt, dass jeder über die kleineren und größeren Leichen im Keller des Anderen Bescheid weiß, hat jeder Angst davor, als nächster kollektiv über den Dorfplatz getrieben zu werden. Aus diesem Grund reihen sich in der Regel nicht nur die Frustriertesten und Gewalttätigsten in den Mob ein.
Sondern es beteiligen sich nicht zuletzt auch diejenigen, die den meisten Dreck am Stecken haben.

Sämtliche Tricks wurden ausgespielt um etwas in der Hand gegen die „Terroristen“ zu haben und ihnen ihre Bleibe zu entreissen.
Unter anderem wurde ein willkürlicher Termin zu einer plötzlichen „Brandschutz Begehung“ festgesetzt
(welcher untypischerweise über eine Email-Adresse – welche nicht einmal in direktem Zusammenhang mit den Hausbewohnern stand – am Vorabend mitgeteilt wurde, was auch offiziell eine unzureichende Zeitspanne zwischen Ankündigung und Durchführung darstellte).

Der ebenfalls angerückte Mayor wurde leider enttäuscht, als die Bewohner ihm bei der besagten Brandschutzbegehung den Zutritt verwehrten und stattdessen als spontanes Erstatz-Gemeindemitglied – das für die Begehung notwendig war – einen freundlichen Random-Bauarbeiter von der Strasse wählten.
Alles schön nach Vorschift, die Begehung fand statt, der Häuptling musste ausserhalb des Grundstückes warten und der Bauarbeiter war sichtlich dankbar für diese kleine Pause.

Die Schikanen hörten damit nicht auf – später kam die zündende Idee:
Man setzte das Bauamt auf das Objekt des Bösen an.
Die marode Scheune die ebenfalls auf dem Grund stand, war die Chance sich der Störenfriede zu entledigen.
Der Vermieter zog seine Anfangs angebotene Hilfe zur Behebung der Schäden zurück und so kann man nur von einem Pakt gegen das Hausprojekt „alte Schule“ ausgehen.
Kurz vor Wintereinbruch 2011 wurde mitgeteilt das die Bewohner binnen weniger Wochen das Haus zu verlassen haben.
Nebenbei bemerkt existerte ein rechtlich gültiger, mündlicher Mietvertrag und ebenfalls Dokumente die dies belegen
(wie zB. die Wohnungsbestätigung des Vermieters an eine Mitbewohnerin für das Landratsamt und die monatlichen Mietüberweisungen).

Durch entschlossenen Aktivismus des Vermieters und seinem Sohn als Handlanger, wie z.B. das mehrmalige illegale Abstellen des Wasseranschlusses auf der Strasse, das kappen des Stromes, das willkürliche Eindringen in das Haus ohne Einverständnis der Mieter, verbale Drohungen, das Zerstören und Stehlen von Eigentum der Hausbewohner und das Entwenden eines kompletten 3 Meter langen Hofeinfahrts-Tor mitsamt Briefkasten (!) trotze man dem mündlichen Vertrag und setzte stattdessen lieber auf Terror oder wie man vllt in Pilsach sagt: „es redn is etz vorbei“.

So ignorierte man die rechtlichen Grundlagen und verlangte weiterhin den bedingungslosen Auszug der Bewohner durch Nötigung.
Auch einige eifrig demokratisch Bedienstete der Polizeiinspektion Neumarkt möchten Anteil an dieser Hatz gegen Anderslebende haben und brüsten sich mit Aussagen wie „in Büsach hamers etz a scho wech“.

Der vaterländische Einsatz einiger Vertreter der Pilsacher Dorfjugend gegen die ungewollten Zugezogenen in Form von regelmäßigem vorbeifahren mit dem Motorrad – mit stolz geschwellter Brust, dem rechten Arm zum Himmel gestreckt kombiniert mit einem schallenden „Sieg Heil“-Rufes ist nun nicht mehr nötig.

Die Heldentaten dieser ausserordenlich vorbildhaften Jugendlichen, wie das besprühen der Hauswände mit Hakenkreuzen und SS-Runen, oder das Aufstechen von Autoreifen und natürlich nicht zu vergessen das heroische einschlagen einer Autoheckscheibe werden Teil der Erinnerungen des Widerstands gegen die Fremden bleiben und tief in den Herzen des ein oder anderen Pilsachers verankert sein.
(Achtung, Sarkasmus)


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http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/punker-im-visier-der-rechten-szene-1.186434

Nicht zuletzt das gewaltsame Empören der Festzeltbesucher des Starkbierfestes 2010, als 2 männliche Haus-Besucher aus Berlin wagten sich an dem Fest der Urbevölkerung zu küssen, machen deutlich wie es um bayerische Provinzen steht.
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http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/punker-und-pilsacher-fetter-zoff-nach-dem-starkbierfest-1.652291

Anfang Mai 2013 machte man sich dann ans Werk, die Bastion des Bösen zu vernichten und die Geschichte der Hausbewohner und ebenso einen Teil der Geschichte Pilsachs auszulöschen.
In wenigen Tagen wird das mühe- und liebevoll Gestaltete Gebäude dem Erdboden gleichgemacht und „weicht modernen, seniorengerechten Wohnungen“.

Ein Landkreis in dem die tausendste seniorengerechte Wohnung mehr Wert ist, als ein Treffpunkt alternativer Jugendlicher.

Ein Landkreis in dem das hunderste Bauvorhaben für Senioren der Donauer-Immobilie mehr wiegt als der Schrei und der Wunsch junger Menschen gemeinsam, kollektiv ihr selbstbestimmtes Leben unter einem Dach zu gestalten –
fernab von unbezahlbaren Ein-Zimmer-Klos und kaum möglich unter dem Druck WG-feindlicher Wohnungsanbieter.

Ein Landkreis in dem man öffentliche Statements des Jugendzentrum-Beauftragten wie „selbstverwaltete Jugendzentrem sind Auslaufmodelle“ ertragen muss, hat keinen Platz für bunte Häuser.

Für einen Landkreis in dem die Haupttätigkeit der Polizei ist, geklauten Damenfahrrädern und Mülldieben nachzustellen, stellt es eine nicht hinnehmbare Katastrophe dar, wenn sich alternative Indivduen an einem Ort sammeln -
sei es um dort zu Leben oder eine schöne Zeit zu verbringen.

Ein Landkreis der seine Jugend entweder im Schützenverein, in der Feuerwehr, in der Kirche oder besoffen an eben kirchlichen Festen sehen will, anstatt unbhängig in selbstgestalteten Wohnräumen.

Ein Landkreis der Platz für Senioren schafft und dafür Jugendliche im Winter auf die Strasse wirft.
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http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/seniorenwohnungen-statt-schule-1.2867131

Für die regionalen Zeitungen und viele Anwohner war das Ganze niemals mehr als ein belächelndes, nicht ernstzunehmendes „Punk-Projekt“.
Niemals wurde der Gedanke daran verschwendet das diese Menschen gerne dort gelebt haben, Herzblut in das Haus gesteckt haben.
Niemals wurde der Gedanke daran verschwendet das die Entscheidung zwischen genötigter Wohnungslosigkeit und sozialer Abhängigkeit zu dem Recht eines eigenen Daches über dem Kopf und das Recht auf Existenz alles andere als ein Spiel einiger querdenkender Jugendlicher ist, die pauschal als „Punker“ in Schubladen gesteckt werden.
Trotz gegebenerfalls „bunter Haare“ wollten diese Menschen ein Forum und eine Bleibe innerhalb dieser Gesellschaft errichten.
Doch diese Indizien waren Anlass für die Öffentlichkeit die Bewohner nicht als gleichgestellte Menschen zu betrachten.

Die Sonne strahlt wieder über dem idyllischen, tiefschwarz-triefenden und original Oberpfälzischen Dörfchen.
So schmeckt der Schweinsbraten wieder gut und die Kirchglocken ertönen auch wieder in vollem Glanze.

Was an diesen letzten Tages an Fremdenfeindlichkeit, eifernder Feindseligkeit, systematischer Ignoranz und Unverhältnissmäßigkeit dargelegt wurde, offenbart einen totalitären Charakter derjenigen, die darin Bestrebt waren die erklärten Störenfriede zu vertreiben und das Dorfbild und dessen, in ihren Augen guten Ruf zu bewahren.
Niemals wurde ernsthaft der Dialog gesucht, permanent wurden Gerüchte gesäät, Tatsachen verdreht, auf Vorurteile gebaut und Fehler, die menschlicherweise von Seite der Hausbewohner auch gemacht wurden, für immer angerechnet und als pauschalisierendes Argument gegen die Existenzberechtigung des Hausprojektes genutzt.

Abschliessend ist zu sagen:
Man hätte juristisch Vorgehen können, man hätte noch einiges an kreativen Aktionen und Widerstand leisten können, es wäre noch einiges an Potential vorhanden gewesen, letztendlich hätte man sicherlich Erfolg gehabt, schon allein auf rechtlicher Basis, durch den gültigen, mündlichen Mietvertrag.
Doch fehlte es an Geldern, Nerven und einem klaren Kopf, der nur zu Oft nicht Vorhanden war durch den ausgesetzten Schikanen und der Sorge über die künftige Obdachlosigkeit, der Gedanke das das eigene Zuhause vernichtet wird und anderen negativen Umständen die nebenbei noch einzelne Hausbewohnern plagten.
Es fehlte ganz klar an Kraft und aber auch ganz klar an Unterstützung.

Danke an diejenigen Pilsacher welche die Haus-Bewohner nicht als Fremdkörper angesehen haben und eine Koexistenz für Möglich gehalten haben oder die Bewohner sogar Unterstützt haben, sei es mit Lebensmitteln oder Inventar oder einfach mit netten Gesprächen.

Danke an all die Besucher und Unterstützer und vor allem auch an diejenigen die bis zum Schluss geblieben sind oder bereit waren für das Haus zu kämpfen.

Es war eine schöne Zeit und die alte Schule wird für immer im Herzen bleiben, als bislang einziges alternatives (Sub-)Kulturprojekt in der Gegend.

Danke, alte Schule.

((Diese Stellungsnahme steht nicht in direktem Zusammenhang mit der autonomen Antifa Neumarkt))

Info: Antifa Neumarkt hat die Mail-Adresse geändert…


Zur Information:
Aus diversen Gründen haben wir uns endlich von unserem alten E-Mail-Anbieter abgewendet, welcher sich, wie so ziemlich fast jeder „kostenlose“ Email-Dienst, durch unsere Überwachung finanziert:
es wird ein Profil vom Benutzer erstellt, um diesen anschließend mit möglichst passender Werbung zu bombardieren.
Wie gewohnt erreichen kann man uns nun unter:
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antifa-nm@riseup.net
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Warum Riseup?
Riseup.net ist ein Kollektiv, das online-communcation Tools für Leute, die in sozial-kämpferischen Zusammenhängen tätig sind erstellt und abietet. Dieses Kollektiv konzentriert sich auf DIY und Selbstbestimmung, indem sie ihre eigene Form der Kommunikation kreieren, anstatt sich auf eine Art von E-Mail-Anbieter zu verlassen, welche sich durch Filtrieren persönlicher Daten finanzieren.

Riseup verschlüsselt persönliche Daten und Nachrichten wo nur möglich und verpflichtet sich, so wenig Daten über den Nutzer zu speichern wie möglich. Bei den meisten anderen Mail-Providern wird die persönliche IP-Adresse
gespeichert – bei jedem der Riseup-Dienst NICHT.


1. Mai: Naziaufmarsch in Würzburg verhindern!


In Würzburg will am 01. Mai das neonazistische Kameradschaftsnetzwerk “Freies Netz Süd” aufmarschieren. Um diesem Aufmarsch entgegenzutreten hat sich ein antifaschistisches Bündnis gegründet:

1. Mai Würzburg: Die Wurzel des Faschismus ausreißen heißt Kapitalismus abschaffen!

Für den 1. Mai 2013 ruft die Neonazikameradschaft „Freies Netz Süd“ zu einer Demonstration in Würzburg auf. Das perfide Motto der Faschisten lautet: „Arm trotz Arbeit – Kapitalismus zerschlagen.“ Durch diese Wortwahl versuchen die Neonazis sich als antikapitalistische Kraft darzustellen, obwohl sie das exakte Gegenteil davon sind. Der Faschismus ist eine Krisenideologie des Kapitalismus und keinesfalls eine Alternative zu diesem.

Als genuines Produkt der kapitalistischen Verhältnisse und ihrer unmenschlichen Ideologien ist der sogenannte Antikapitalismus der Nazis nichts weiter als eine hohle Phrase. Weit davon entfernt, das moderne warenproduzierende System zu begreifen, wollen sie weder die Verwertungslogik noch seine menschenverachtenden Konkurrenzverhältnisse abschaffen. Der Wettkampf aller gegen alle auf den anonymen Märkten soll nicht zugunsten einer solidarischen Gesellschaft aufgehoben, sondern lediglich (in rassistischer Logik) als ein Kampf sogenannter „Rassen“ ideologisiert werden. Das allgegenwärtige Profitstreben aller Marktteilnehmer wird antisemitisch personalisiert und projiziert auf die Figur des „ewigen Juden“, der raffgierig das „deutsche Volk“ ausbeuten wolle. Während also der ökonomische Kern des Kapitalverhältnisses unangetastet bleibt, jedoch völkisch aufgeladen werden soll, möchten die Neonazis die politische Hülle in autoritärster und menschenfeindlichster Weise transformieren. Der bürgerliche Parlamentarismus soll der Führerdiktatur weichen.

Tatsächlich ist der 1. Mai traditionell alles andere als national. Er nimmt seinen Ursprung in den USA des späten 19. Jahrhunderts in den Massenunruhen, die sich 1886 aus Streiks für den Achtstundentag in Chicago über die ganzen USA und weltweit ausbreiteten. Seit dieser Zeit ist der 1. Mai der internationale Kampftag der ArbeiterInnen gegen wirtschaftliche Ausbeutung und politische Unterdrückung.

Daran anknüpfend stellt der 1. Mai für uns ein Symbol des Kampfes gegen den Kapitalismus und für das Eintreten für eine freie und gerechte Gesellschaft dar, in der die Produktionsmittel in den Händen aller sind und in der für die Bedürfnisse der Menschen produziert wird. Daher gehen wir am 1. Mai nicht nur gegen Faschismus, sondern auch gegen die politischen und ökonomischen Zustände der bürgerlich-kapitalistischen Gesellschaft auf die Straße. Neben der Bekämpfung des Faschismus treten wir für Emanzipation und für ein selbstbestimmtes Leben ein.

Laßt uns am 1. Mai 2013 in Würzburg gemeinsam und entschlossen den Naziaufmarsch verhindern
und ein deutliches Zeichen gegen kapitalistische Ausbeutung und Unterdrückung setzen!!

Für eine Welt ohne Grenzen und Klassen!

Infos:
http://nopasaranwue.blogsport.de/

Ebenfalls:

Im Anschluss an die revolutionäre 1. Mai Demo findet ab 14.00 Uhr das Internationalistische Strassenfest der autonomen Gruppen in Gostenhof statt.

Antifaschistische Demonstration zum Auftakt des NSU-Prozesses

Gegen Naziterror, staatlichen und alltäglichen Rassismus – Verfassungsschutz abschaffen!
Antifaschistische Demonstration | Samstag 13.4 | 13 Uhr | Stachus | München


Zugtreffpunkt: Samstag 13.4 | 9 Uhr | Hauptbahnhof | Nürnberg | Osthalle

Am 17.4.2013 wird in München der Prozess gegen das NSU-Mitglied Beate Zschäpe sowie vier der Unterstützer beginnen: Ralf Wohlleben, Holger Gerlach, Carsten Schultz und André Eminger.

Ein breites antifaschistisches Bündnis ruft deshalb zu einer bundesweiten Großdemonstration in München am Samstag vor Prozessbeginn auf.

http://nsuprozess.blogsport.de/

Nazikundgebungen am 30.03. stören!


Wie das antifaschistisches rechercheteam – nordbayern berichtet, planen die Faschisten des Freies Netz Süd (FNS) am kommenden Samstag mehrere Kundgebungen/Infostände in Bayern durchzuführen.

In Nürnberg ist eine Kundgebung des FNS auf dem Nelson-Mandela-Platz in der Zeit von 11:30 bis 13 Uhr angemeldet. Diese dürfte Anlaufpunkt für die mittelfränkische und Teile der oberfränkischen Naziszene, die sich im FNS sammelt, sein.

In Würzburg sollen sich um 16 Uhr die Teilnehmer beider Kundgebungen treffen und eine gemeinsame Aktion durchführen. Auch hier ist der Ort noch nicht bekannt, die Stadtverwaltung verweist auf ein noch stattfindendes Kooperationsgespräch.

Zei­gen wir den Nazis, dass sie weder in Nürn­berg noch an­ders­wo ihre men­schen­ver­ach­ten­de Ideo­lo­gie ver­brei­ten kön­nen!
Fa­schis­mus ist keine Mei­nung, son­dern ein Ver­bre­chen

Stören! – blockieren! – verhindern!

Oskar Maria Graf – Revolution in Bayern


“Ein ganzer Landstrich Verbrecher” * – Geschichten, Theater, Bier
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Fr., 22.02. | 20.00 Uhr | KOMM e.V., Untere Seitenstraße 1 NÜRNBERG
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Freistaat Bayern” – das scheint heute ein Synonym für CSU-Herrschaft, “Law-and-Order-Politik”, Rassismus, Rückständigkeit und Polizeistaatsmethoden zu sein.
Kaum jemand denkt daran, dass es ein Berliner Sozialist war, der während der Revolution 1918 Bayern zum Freistaat erklärte. Seehofer und seine schwarzbraune Räuberbande verdrängen den revolutionären Ursprung ihres geliebten “Freistaates” und die bayerische SPD – Mitschuldige an der blutigen Zerschlagung der bayerischen Revolution – schweigt sich ebenfalls lieber aus.

Um diesen Geschichtsrevisionismus Abhilfe zu schaffen, veranstalten die PROLOS/OA im Rahmen ihrer Kneipe am Freitag den 22.Februar im Komm e.V., eine urig freizügige Geschichtsstunde über die revolutionären Bestrebungen in Bayern um 1918. Begleitet wird diese Darstellung mit passendem Essen, entsprechender Musik, ausgewählten Stücken von Oskar Maria Graf sowie kleinen Theatereinlagen und einem Liedermacher.

Oskar Maria Graf – Bayerischer Schriftsteller.
1919 wurde er wegen der Teilnahme an den revolutionären Bewegungen in München verhaftet.
1934 wurden seine Bücher in einer eigens für ihn angesetzten Bücherverbrennung im Innenhof der Münchner Universität von den Nazis nachträglich verbrannt und seine Werke in Deutschland verboten, er selbst am 24. März ausgebürgert.

Wir freuen uns auf Euer kommen und machen Euch an dieser Stelle darauf Aufmerksam, dass es für diesen Abend explizit gewünscht ist, dass Ihr zusammen mit euren FreundInnen im Stil des Proletariats der 20. Jahre gekleidet erscheinen solltet.
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* (Franz Josef Strauß über die Oberpfälzer Landbevölkerung während den Protesten gegen die geplante Wiederaufbereitungsanlage in Wackersdorf)

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(Text von redside.tk – leicht abgeändert)
Infos:
http://www.redside.tk/cms/2013/01/08/proloskneipe-oskar-maria-graf-revolution-in-bayern/

Griechische Neo-Nazi-Partei gründet Zelle in Nürnberg!


Die na­tio­nal­so­zia­lis­ti­sche grie­chi­sche Par­tei „Chry­si Avgi“ (Gol­de­ne Mor­gen­rö­te) soll nach einem Be­richt des Nürn­ber­ger Bünd­nis Na­zis­topp die erste Par­tei­zel­le in Deutsch­land in der Stadt der Reichs­par­tei­ta­ge ge­grün­det haben. Mit einer ei­ge­nen Seite ist die Zelle auch im In­ter­net prä­sent.
Am 6. Mai ver­gan­ge­nen Jah­res schaff­te die ul­tra­rech­te Par­tei zum ers­ten Mal mit 21 Sit­zen den Sprung ins grie­chi­sche Par­la­ment. Bei der Wahl am 17. Juni er­hiel­ten sie bei 6,9 Pro­zent Stim­men­an­teil 18 Sitze. Im Mo­ment wer­den ihr bei Um­fra­gen um die 12 Pro­zent der Wäh­le­rIn­nen­stim­men zu­ge­schrie­ben. Im täg­li­chen Leben fal­len die Par­tei­mit­glie­der durch brutale Über­fäl­le auf Mi­gran­tIn­nen und Linke und wei­te­ren oft be­waff­ne­ten Ge­walt­tä­tig­kei­ten auf.

Das Nürn­ber­ger Bünd­nis Na­zis­topp schreibt:

„Einem In­ter­ne­tauf­tritt und einem Hin­weis aus der grie­chi­schen Lin­ken (Sy­ri­za) zu­fol­ge grün­de­te sich eine lo­ka­le Zelle der grie­chi­schen Neo­na­zi­par­tei „Chry­si Avgi“ (etwa: Gol­de­ne Mor­gen­rö­te) An­fang Ja­nu­ar in Nürn­berg. Zwei Texte auf der Neo­na­zi-​Home­page sind un­ter­schrie­ben mit „Lang lebe unser Füh­rer Ni­ko­la­os Micha­lo­lia­kos“.
Micha­lo­lia­kos be­stritt laut Me­dien­be­rich­ten öf­fent­lich den Ho­lo­caust und be­zeich­ne­te Hit­ler in einem In­ter­view als eine „große Per­sölich­keit des 20. Jahr­hun­derts“ (www.​focus.​de, 15.​5.​12).

Über­setz­te Text­pas­sa­gen aus der oben er­wähn­ten Home­page:
„Die erste Zelle in Deutsch­land bzw. in ganz West­eu­ro­pa (Über­schrift, Red.). Heute Nach­mit­tag, den 07/01/2013, in NÜRN­BERG, in DEUTSCH­LAND, wurde die erste Ta­gung der neu­ge­grün­de­ten ers­ten Zelle der gol­de­nen Mor­gen­rö­te in West­eu­ro­pa, ab­ge­hal­ten. Die Aus­lands­grie­chen ant­wor­ten auf die dre­cki­gen Hip­pies und das Re­gime der de­mo­kra­ti­schen Dik­ta­tur in un­se­rer Hei­mat. (…) Wir er­war­ten das Trom­pe­ten­si­gnal un­se­res Füh­rers, NI­KO­LAUS MICHA­LO­LIA­KOS, um uns wie ein ge­wal­ti­ger Strom auf der gan­zen Erde aus­zu­brei­ten und den End­sieg zu er­zie­len.““

„Chry­si Avgi“ aka GoldenDawn (goldene Morgenröte)
in der Mitte: NI­KO­LAUS MICHA­LO­LIA­KOS

mehr Infos:
http://bubgegenextremerechte.blogsport.de/2013/01/30/goldenemorgenroete-gruendet-erste-parteizelle-in-deutschland/#more-43

Smash NATO! Sicherheitskonferenz in München


Krieg beginnt hier. Beenden wir ihn hier. Für die soziale Revolution. Smash NATO/Siko!
Kommt zur Demonstration gegen die NATO-Sicherheitskonferenz am Samstag 02. Februar 2013 in München – Beteiligt euch am antikapitalistischen Block!

Mobivideo zu den Protesten gegen die sog. Sicherheitskonferenz 2013 in München:

Auf der sogenannten Sicherheitskonferenz geht es um die derzeitigen militärischen Interventionen:
Afghanistan, Syrien, Mali und um den Iran.

Auch mit den, aus ihrer Sicht, Gefahren des Cyber-Terrorismus wird sich beschäftigt.
Angesichts immer neuer Hacker-Angriffe auf Unternehmen und Institutionen riefen Politik und Wirtschaft zu Handeln auf.

Mit der Zerstörung Libyens haben die NATO-Staaten die Büchse der Pandora geöffnet. Die Konflikte in Nordafrika und Nahost explodieren und der Westen hat nur die militärische Gewalt als Antwort. Auf der Sicherheitskonferenz arbeiten sie an der Perfektionierung und Koordinierung ihrer gemeinsamen Raubzüge.

Kurz: die Konferenz dient dazu, militärische Aufrüstung und Kriegseinsätze zu rechtfertigen.

Sprengstoffhunde und 3400 Polizisten verwandeln den Promenadeplatz in München hierfür in einen Hochsicherheitstrakt.



infos:
http://almuc.blogsport.eu/

WE WISH YOU A MERRY CRISIS AND A HAPPY NEW FEAR


Wir nähern uns unaufhaltsam dem Jahr 2013 – Grund genug noch einmal auf Vergangenens aufmerksam zu machen.

Viel ist geschehen, das Jahr war geprägt von etlichen Aufständen und politischen Ereignissen.
Hierzu gibt es einen wunderbaren Video-Jahresrückblick, der die wichtigsten Ereignisse der radikalen Linken und internationalen sozialen Protesten noch einmal beleuchtet:

Überall auf der Welt herrschten Aufstände und Proteste, „Arabien“, Russland, Griechenland, Portugal, Spanien, Belgien, Indien, Nepal, Indonesien, Mexiko, Columbien, Irland, Chile, Italien, USA……….

in Deutschland machten Flüchtlinge mit Spektakulären Aktionen, wie dem Refugee-Protest-March von Würzburg nach Berlin auf ihr menschenunwürdiges Leben in der BRD aufmerksam, M31 und Blockupy hielt Frankfurt in Atem, eine Waldbesetzung im Hambacher Forst fand statt, eine Hausbesetzung von Senioren in Berlin-Pankow, Proteste gegen die rassistischen Morde der NSU und den Verfassungsschutz, der bei der Aufklärung und Verhinderung der NSU-Morde kläglich versagt hat und viele weitere Proteste gegen Rassismus, wie zB auf der jährlichen Silvio Meyer-Demo in Berlin, Anti-Gentrification-Proteste und weitere Hausbesetzungen und in Nürnberg wurde unser Freund Deniz von Bullen verschleppt, eingeknastet und in einem lächerlichem Schauprozess von Urgestein verurteilt.

Im Bezug auf das neue und das alte Jahr wurden in der Neumarkter Innenstadt urbane Veränderungen von Unbekannten gesichtet, die auf ein paar dieser Ereignisse aufmerksam machen:


Der Berliner Bär in Neumarkt solidarisiert sich mit den Frauen der russischen Feministen-Punkband PUSSY RIOT, die Aufgrund ihres Protestes gegen den Kreml und Putin in einer Kirche zu über 2 Jahren Arbeitslager verurteilt wurden.


Ein Graffitti wurde am Residenzplatz beim Neumarkter Amtsgericht entdeckt, welches die Freiheit für unseren Freund Deniz K. fordert, welcher wegen angeblichen schweren Attacken auf Polizisten auf einer Demonstration, in Nürnberg in einem Schauprozess zu 2 Jahren Gefängnis verurteilt wurde.
Der Prozess war geprägt von befangenen Richter/Staatsanwaltschaft und lügenden Polizisten als Zeugen.

Zudem wird Solidarität mit den Refugees (Flüchtlinge) gefordert, welche Anfang 2012 mit einem spektakulärem Protestmarsch von Würzburg nach Berlin, einer Hausbesetzung, Hungerstreiks, und belagerung des Brandenburger Tores auf die entsetzlichen, menschenunwürdigen Zustände für Flüchtlinge in der BRD aufmerksam macht.

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Weltweite Aufstände werden regelmäßig auf dieser Facebook-Seite aktualisiert:

http://www.facebook.com/internationalriot

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Wir sehen gespannt dem neuen Jahr entgegen!

13.12.! Internationaler Tag gegen Polizei-Gewalt


Den heutigen Tag feiern wir als ACAB-Day (abgeleitet von der Zahlenkombination 13.12.) und soll die Ablehnung jeglicher Form von Repression und Polizeigewalt symbolisieren.
(wir möchten darauf Hinweisen das folgender Artikel Bilder mit Gewaltdarstellungen enthält. Diese dienen zur Veranschaulichung)

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Thema Polizei-Gewalt…

Polizeigewalt trifft typischerweise nicht Hans und Helga Meier. Opfer von Polizeigewalt sind nicht selten Minderheiten. Minderheiten glaubt man nicht, denn Minderheiten sind anders als die Mehrheit und damit suspekt. Wer glaubt schon dem Asylbewerber, Obdachlosen oder Demoteilnehmer, der mal (rechts-)grundlos „so richtig gekriegt hat“ (O-Ton Polizeijargon)? Klar, er/sie wird´s schon verdient haben! Wirklich?

Es gibt im „Rechtsstaat“ BRD keine effektive Kontrolle von Polizeigewalt. Aber nur eine effektive Kontrolle der Polizei selbst macht es überhaupt möglich, derartige Straftaten von PolizeibeamtInnen verfolgbar zu machen.
Man braucht nur einmal im Internet nach „Polizeigewalt Videos“ suchen und man wird schnell mit der widerlichen Realität von Polizei-Einsätzen konfrontiert.
Dort sind keine gerechten, kompetenten und hilfsbereiten Beamten auf Verbrecherjagd zu sehen, sondern brutale Schläger, aggressive Uniformierte und schikanöse Kontrollen und Entwürdigungen gegenüber Denuzierten, Demonstranten, Migranten usw.

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Polizei-Gewalt kann jeden treffen…

Massive Kritik gibt es auch am Einsatz der Polizei bei den Demonstrationen zur G-8-Konferenz in Heiligendamm 2007.
Viele Protestteilnehmer warfen den Einsatzkräften vor, mit überzogener Härte und entwürdigenden Methoden gegen die Gipfel-Kritiker vorgegangen zu sein. Die Gefangenen seien in Käfigen gehalten worden, während der Nacht habe helles Neonlicht das Schlafen unmöglich gemacht, außerdem hätten die Gefangenen nur wenig zu Essen bekommen. Einigen Gefangenen sei der Kontakt zu einem Anwalt mit dem Argument verwehrt worden, dass gerade niemand greifbar sei. Einige Polizisten hätten Demonstrantinnen sogar sexuell belästigt.

In Nürnberg Beweist die Polizei regelmäßig was sie von Protesten gegen Nazis und linken Strukturen hält, indem sie mit massiver und brutalster Gewalt reagiert und Neo-Nazi-Demonstrationen mit aller Macht und allen verfügbaren Mitteln verteidigt.

Eine Chronik von Polizei-Übergriffen:
http://www.polizeigewalt.de


Zwei Männer stützen am 30.09.2010 im Schlossgarten in Stuttgart den verletzten Dietrich Wagner. Bei einer S 21 Demonstration wird er durch einen Wasserwerferstrahl schwer verletzt, der ihn direkt ins Gesicht trifft. Das linke Auge Wagners bleibt völlig zerstört, die Sehkraft des anderen Auges beträgt lediglich noch 8 % und reicht nicht mehr zum Lesen oder Autofahren. Die Stuttgarter Polizei wirft Wagner eine Mitschuld vor, da er sich „nicht weggeduckt“ habe.

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Rassismus bei der Polizei…

Nach Aufdeckung des NSU-Terrors war viel die Rede von mehr Sensibilität der Behörden gegenüber Zuwanderern. Ein Jahr später steigt Derege Wevelsiep in eine Frankfurter U-Bahn und wird von Polizisten verprügelt. Eine Geschichte darüber, dass sich nichts geändert hat.

Zu lesen hier:
http://www.fr-online.de/frankfurt/rassismus-polizei-frankfurt-ihr-seid-hier-nicht-in-afrika,1472798,20797476.html

http://www.fr-online.de/frankfurt/polizei-rassismus-frankfurt-wevelsiep-pruegel-polizisten-in-der-klemme,1472798,20806160.html

Auch wünschen sich Experten nach den NSU-Morden eine aktuelle Studie über rassistische Vorurteile von Polizisten. Die letzte stammt von 1996, eine neue ist nicht geplant. Ein erschreckender Bericht über Fremdenfeindlichkeit bei deutschen Polizisten:

http://www.zeit.de/gesellschaft/zeitgeschehen/2012-12/rechtsextremismus-fremdenfeindlichkeit-polizei/komplettansicht

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mordende Polizisten…

Immer wieder kommen Menschen durch die Polizei zu Tode. Die Täter_innen kommen dabei allzu oft ohne strafrechtliche Konsequenzen davon, da sie sich darauf berufen, in ›Notwehr‹ gehandelt zu haben. Bei genauerer Betrachtung entbehren diese Schutzbehauptungen jedoch jeglicher Grundlage.

Eine Chronik von Polizei-Morden ist hier detailiert veröffentlicht:
http://killedbycops.blogsport.de


Ein besonders bekannter Fall ist der des Asylbewerbers Oury Jalloh. Jalloh war am 07. Jannuar 2005 nach Ausbruch eines Feuers in einer Zelle des Dessauer Polizeireviers gestorben. Der zuvor wegen Belästigung festgenommene Mann soll die Matratze seiner Zelle angezündet haben, obwohl er an Händen und Beinen gefesselt war. Die diensthabenden Polizisten ignorierten den Feueralarm, stellten ihn sogar selbstständig mehrfach ab. Bis heute decken sich die der fahrlässigen Tötung Angeklagten gegenseitig und behindern die Aufklärung des Falls.

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Polizisten töten ungefährlichen jungen Mann in Regensburg…

Das Bullen überall Morden, auch in der Oberpfalz sieht man an dem Beispiel Regensburg:
Am 30. April 2009 wurde in Regensburg der 24-jährige Musikstudent Tennessee Eisenberg erschossen. Vor Ort befanden sich 8-10 Polizisten. Zwei von ihnen schossen ihre Magazine leer: 16 Kugeln wurden abgefeuert, 12 trafen Tennessee, davon 7 von hinten, eine der letzten ins Herz.

Tennessee war allein in seiner Wohnung. Es ging von ihm keine Gefahr gegenüber Dritten aus.

Infos:
http://killedbycops.blogsport.de/2009/04/30/30-april-2009-tennessee-eisenberg/

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Weitere Polizei-Gewalt-Exzesse in Bayern…

Zwei Zivilbeamte der Rosenheimer Polizei hatten im November 2010 ein Mehrfamilienhaus in Schechen aufgesucht. Dabei kam es zu einer Konfrontation mit vier Bewohnern des Hauses. Vor Gericht berichtet die Familie von einer regelrechten Gewaltorgie. Die zwei Zivilbeamten sollen demnach von acht weiteren Kollegen und einem Schäferhund verstärkt worden sein. Die Angeklagten berichteten von Faustschlägen, Tritten und brutalen Würgegriffen. Nach dem Vorfall mussten alle vier stationär im Krankenhaus behandelt werden. Josef E. – er ist der Hausbesitzer und war früher selbst Polizeibeamter – sagte vor Gericht, er sei so brutal in den Schwitzkasten genommen und mit dem Kopf gegen die Wand oder eine Tür gestoßen worden, dass er mehrere Male ohnmächtig wurde und Todesangst gehabt habe.

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Der Passauer Augenarzt Siegfried Bauer überfährt im März 2011 eine rote Ampel und wird von der Polizei gestellt. Bilanz: Eine schwere Kopfverletzung, Prellungen und Schürfwunden. Bauer spricht von einer „regelrechten Gewaltorgie“ der Polizisten, die völlig grundlos auf ihn einprügelten – auch noch als er darum bat, in ein Krankenhaus gebracht zu werden. Die Polizisten geben hingegen an, Bauer wäre gegen eine Straßenlaterne gefahren. Diese Aussage tätigen sie jedoch erst in einer zweiten Anhörung. Bei der ersten Vernehmung hätten sie diesen Umstand „vergessen“. Bauer wurde letztendlich selbst von den Polizisten angeklagt und zu einer Geldstrafe verurteilt.

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Beamte in Neumarkt…

2009 wurden gegen den jetzigen Polizieoberrat Helmut Lukas ermittelt.
(*prrta)

Lukas war einer von zwei Beschuldigten, gegen die die Staatsanwaltschaft Nürnberg wegen des Vorwurfs der Urkundenfälschung ermittelte.
Ihm wurde vorgeworfen, einen Beamten gedeckt zu haben, der ein Messprotokoll manipuliert haben soll. Dieser soll bei einer Geschwindigkeitskontrolle den Sohn eines Kollegen geblitzt haben, der statt der erlaubten 50 Stundenkilometer 90 auf dem Tacho hatte. Punkte in Flensburg und ein vorübergehendes Fahrverbot wären die Konsequenz gewesen. Der Beamte soll deshalb aus dem Neuner einen Siebener gemacht haben, damit nur eine Geldstrafe fällig wurde. Lukas wurde während der Ermittlung auf eigenen Wunsch kurzzeitig nach Regensburg versetzt.
Das Verfahren wurde letztendlich überraschend eingestellt, die Öffentlichkeit wird ohne Begründung mit vagen Informationen abgespeist:

„(…)Die Anschuldigungen gegen ihn haben sich in Luft aufgelöst. Die strafrechtlichen Ermittlungen wurden eingestellt, für dienstrechtliche gebe es keine Veranlassung.“

Unabhängig davon bekleckerte man sich in NM mit diversen Aktionen sonst nicht gerade mit Ruhm:
(folgende Vorwürfe entsprechen Zeugenaussagen und Erfahrungsberichten/Empfinden Betroffener und Beteiligter)

Unbegründete Härte in Form von Gewalt und Reiz-Gas in der Vergangenheit gegen Alternative und Linke/
übertriebene und teure Polizei-Aufgebote bei sog. „Punker-Picknicks“ (friedliche Treffen von Alternativen und Subkulturellen)/
psychischer Druck bei Vernehmungen und Aussagen/ Brutalität bei (oftmals nicht angemessenen) Verhaftungen/
rechtswidrige Verschaffung von Zutritt (ohne Durchsuchungsbefehl) auf Privatgelände oder privaten Räumlichkeiten/
Diffamierungen, Unterstellungen, Gewaltandrohungen gegenüber vermeindlichen „Linken“/
Missachtung und Verweigerung von Grundrechten/
Einschüchterungsversuche bei Inhabern oder Leitern die mit alternativen Jugendlichen Konzerte organisieren/
Nötigung von Discounter-Inhabern/Personal, an vermeindlichen „Punker-Picknick“-Tagen keinen Alkohol an als „Punk“-Definierte Menschen zu verkaufen/ aggressives, provozierendes Auftreten gegen Antifaschisten/ grundlose und schikanöse Kontrollen/
Repression gegen Antifaschisten/ Falschaussagen bei Gericht und richterliche Absprache


Diverse Aussagen mussten sich Menschen des „linken“/antifaschistischen Spektrums in NM ebenfalls Gefallen lassen:

„das nächste mal gibts Saures“
Polizist zu Protestierenden gegen den Merkel-Besuch in NM 2009

„ihr habt keine Meinungsfreiheit“
Polizist bei einem Protest gegen den Merkel-Besuch in NM 2009
(als den Protestierenden der Protest rechtswidrigerweise verweigert werden sollte)

Liste wird noch Ergänzt.

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ACAB…

An diesem Tag wollen wir den Toten gedenken, die in sozialen Protesten und im Widerstand gegen Unterdrückung von Polizisten ermordet wurden (hier nur Wenige von Etlichen):


Carlo Giuliani (* 14. März 1978 in Rom; † 20. Juli 2001 in Genua) war ein italienischer Demonstrant. Im Rahmen der Proteste gegen den G8-Gipfel in Genua 2001, wurde er von einem sich im Carabinieri-Geländewagen befindlichen Carabiniere erschossen.


Benno Ohnesorg (* 15. Oktober 1940 in Hannover; † 2. Juni 1967 in Berlin) war ein West-Berliner Student. Durch seinen gewaltsamen Tod während einer Demonstration gegen den Besuch des Schahs von Persien wurde er deutschlandweit bekannt.
Der West-Berliner Polizist Karl-Heinz Kurras traf den 26-Jährigen mit einem Pistolenschuss aus kurzer Distanz tödlich in den Hinterkopf.


Alexis Grigoropoulos (15 Jahre, † 6.12.2008 in Athen)
Nach Darstellung von Zeugen war der Jugendliche auf dem Weg von einer Namenstagsfeier in eine verbale Auseinandersetzung mit einem Polizisten geraten, woraufhin dieser seine Waffe gezogen und den Jugendlichen gezielt erschossen habe.


Carlos Valdivia († 01.12.2012 in Mexiko)
In Mexiko wurde der Demonstrant durch eine Tränengas-Granate am Kopf getroffen und erlag später seinen Verletzungen.

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Solidarität ist eine Waffe…

Besondere Solidarität gilt dieses Jahr Deniz K., dem Gewalt gegen Polizisten auf einer antifaschistischen Demonstration in Nürnberg vorgeworfen wurde und in einem Schauprozess, nach Monaten der Untersuchungshaft zu 2 Jahren Knast verurteilt wurde.
Die Vorwürfe waren großteils nicht Haltbar und entsprangen der Fanatasie angeblich verletzter Polizisten.
Die Motivation gegen linke Strukturen war offensichtlich.

http://denizk.blogsport.de




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